ft500 -kopf undichtheit

Hier können Reperaturfragen gestellt werden. Wie wird was wieder repariert?

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ft500 -kopf undichtheit

Beitrag von GauHax » 10. September 2018, 18:04

so hier mal mein erstes kleines problem,
Bearbeitet-001.jpg
wie auf dem Bild zu sehen, habe ich den oberen teil schon komplett runter gehabt. klar waren auch zwei schrauben schon kaputt, eine wurde wohl schon vor längerem vom vorgänger repariert, die zweite ist eine der beiden lagen scharauben auf der rückseite, wo ein teil des gewindes abgerissen ist und drinn stecken geblieben ist, der rest der schraube fast aber zum glück noch recht gut.

an der dichtung ist jetzt auch keine undichheit mehr, alles trocken.

aber an den anderen drei stellen immer wieder öl, mal ganz leicht, bis eigendlich garnix, dann wieder richtig viel.

würde es reichen die kupferdichtungen bei der mutter zu tauschen und die stelle sicher abzustellen ?
die schlitzschraube, kann ich die bedenkenlos raus schrauben ? was ist an diesser stelle für eine dichtung ?
und auf den kühlrippen, kann das einfach nur sein das das öl da runtergelaufen ist, oder kann an der auspuffkrümmerseite auch irgendwie öl austreten ?

vielen dank schon mal.
gruss Tito
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Gunnar_HH
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Re: ft500 -kopf undichtheit

Beitrag von Gunnar_HH » 10. September 2018, 19:16

GauHax hat geschrieben:
10. September 2018, 18:04
würde es reichen die kupferdichtungen bei der mutter zu tauschen und die stelle sicher abzustellen ?
die schlitzschraube, kann ich die bedenkenlos raus schrauben ? was ist an diesser stelle für eine dichtung ?
und auf den kühlrippen, kann das einfach nur sein das das öl da runtergelaufen ist, oder kann an der auspuffkrümmerseite auch irgendwie öl austreten ?
Schlitzschraube :D Cool
Nein, das ist die vordere Kipphebelwelle, da ist ein 36 Jahre alter O-Ring zur Abdichtung drauf und jetzt wohl defekt.
Schnell und für unterwegs: Sauber machen mit viel Bremsenreiniger und dann rund herum eine Wurst aus Dirko HT Schwarz drum rum.
Richtig: Kopfdeckel ab, Pass-stifte ziehen (ganz üble Arbeit) und die Kipphebelwellen heraus drücken, neue O-Ringe, wieder zusammendrücken und mit den Pass-stiften sichern.
Dabei alle Gewinde im Kopf genauestens begutachtet.
Beim Zusammenbau, eine sehr dünne Schicht Dichtungsmittel (ich nehme da auch Dirko HT) auf den Gehäuserand und keine normale M6 Schraube mit mehr als 10Nm anziehen. Die M7 etwas mehr.
Die Zylinderkopfhutmutter solltest du nur lösen, wenn du auch an die anderen beiden Schrauben unter dem Zylinderkopfdeckel kommst, da sonst der Zylinderkopf verspannt wird. Die werden immer in mehreren Schritten über Kreuz angezogen oder gelöst.
Aber eine Werkstatthandbuch hast du doch, oder?

Viele Grüße
Gunnar
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Re: ft500 -kopf undichtheit

Beitrag von GauHax » 11. September 2018, 08:38

okay,

mal sehen ob ich das richtig verstanden habe.
also bei der schiltzschraube handelt es sich um die aufnahme der kiphelbel, und die hätte ich auch auseinnanderbauen müssen als ich den kompf ab hatte, da wäre dann ein o-ring als dichtung ... klasse ;)

das mit den anderen zwei schrauben, okay, ja is klar das man da immer alle löst und über kreuz wieder fest zieht, aber wenn ich dann die kupferdichtung ausgeweselt habe sollte es da nicht mehr ölen ...

klasse, also ganzen kopf nochmal ab :) :)

ja, das ornage handbuch habe ich, und ja, auf den drehmoment habe ich beim letzten mal schon genau geachtet.
na dann schönen dank für deine antwort, und alles nochmal runter ~grinz~

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Re: ft500 -kopf undichtheit

Beitrag von Gunnar_HH » 11. September 2018, 10:12

Der (noch relativ geringe) Ölnebel kommt sehr wahrscheinlich nur aus dem defekten O-Ring der Kipphebelwelle. Das verteilt sich dann bei den Temperaturen über den ganzen Bereich.
Lese dir schon mal die Tipps zum Entfernen der Passstifte durch, das wird noch heikel.
Die "Kupfer"-Scheiben müssen normalerweise nicht neu. Die haben auch nur eine Kupferbeschichtung und liegen nicht im Ölstrom.

Viele Grüße
Gunnar
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Re: ft500 -kopf undichtheit

Beitrag von volkerxl » 11. September 2018, 17:27

Bevor du wieder alles auseinander baust, mache doch erst mal die vorläufige Dichtung der Kipphebelwellen (deine Schlitzschrauben). Dann kannst du beurteilen, wie schlimm und ob überhaupt Öl raus kommt. Du wirst wahrscheinlich immer kleine leckagen haben. Solange du immer genug nachfüllst brennt nix an
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Re: ft500 -kopf undichtheit

Beitrag von GauHax » 11. September 2018, 19:54

ja, das habe ich mir auch schon überlegt, ich hab ja noch rest dichtmasse von der reparatur des kopfes übrig.
der im übrigen gut gelungen ist, da is wirklich alles super geworden, und da ich ja eh zum winter hin den ganzen motor auseinnander nehmen will wegen kaputem 5tem gang " dazu aber separates thema " habe ich auch schon an die provisoriche lösung gedacht.

Ich hab mir jetzt aber eh schon neue kupferdichtungen besorgt, die werde ich noch mal eben tauschen, darf jetzt die tage eh noch den umlenkhebel der Kuplung erneuer, der is wirklich ausgeleiert, kuplung geht echt mies.

nunja, vielen dank für eure hilfen.

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Re: ft500 -kopf undichtheit

Beitrag von Thorsten_vom_Deich » 17. September 2018, 19:37

GauHax hat geschrieben:
11. September 2018, 19:54
Ich hab mir jetzt aber eh schon neue kupferdichtungen besorgt, die werde ich noch mal eben tauschen, darf jetzt die tage eh noch den umlenkhebel der Kuplung erneuer, der is wirklich ausgeleiert, kuplung geht echt mies.

nunja, vielen dank für eure hilfen.
Moin !

Lass das mit den Kupferdichtringen austauschen sein ! - Die sind aus Stahl und nur "verkupfert" !

Kupferscheiben setzen sich, und dann hast du ein Problem, siehe hier:

viewtopic.php?f=2&t=13154&p=113182#p113182

Übrigens: Bei meiner DR 650 SE sieht das genauso aus, wobei das Öl nur von den Kipphebelwellen kommt.

Gruss

Thorsten
....irgendwo sein, wo ich noch niemals war...,
...nehme mein Motorrad und fahre einfach los...

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Re: ft500 -kopf undichtheit

Beitrag von Michael W. » 17. September 2018, 22:24

Aus diesen Unterlegscheiben kommt kein Öl. Nur ein Stehbolzen von den vier dient als Ölkanal zum Schmieren des Zylinderkopfes. Dieser liegt allerdings innerhalb des Kipphebelgehäuses.

Wenn Du am Freitag zum Stammtisch kommst, können wir ausführlich darüber reden.
Gruss
Michael

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