XL250R Tanksanierung

Hier können Reperaturfragen gestellt werden. Wie wird was wieder repariert?

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klausi
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XL250R Tanksanierung

Beitrag von klausi » 26. Dezember 2018, 23:26

Hallo.

Leider ist mein Tank instandsetzungswürdig. Im Inneren hat sich starker Rost gebildet. Das Moped stand 18 Jahre in einer Scheune und das natürlich unbetankt.

Welche Entrostungsmethode ist effektiv?
Muss danach versiegelt werden?

VG Klaus
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Malte 500S
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von Malte 500S » 26. Dezember 2018, 23:54

...ich habe mit Rostio entrostet und passiviert. Funktioniert gut!!!

Wesergruß
Malte

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Schruuber
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von Schruuber » 27. Dezember 2018, 12:10

Hoi,
vor allem muß das harzige Zeug, das sich im unteren Bereich ablagert, weg. Da sieht man dann, ob sich die Versiegeung noch lohnt. Und ob es noch ein Tank ist, oder ein Sieb :lach: .
Gruß, Alex
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von cj » 27. Dezember 2018, 13:25

1l phosphorsäure 85%, heisses wasser und ein paar spritzer spüli.
benzinhahn demontieren und das loch ordendlich verschliessen.
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klausi
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von klausi » 27. Dezember 2018, 14:15

Vielen Dank für eure Posts.

Hat denn jemand schonmal normale Zitronensäure benutzt?

An den Admin: ich glaube ich bin hier iwie falsch. Der Beitrag steht unter Bekanntmachungen :D :D
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von Malte 500S » 27. Dezember 2018, 18:46

klausi hat geschrieben:
27. Dezember 2018, 14:15

Hat denn jemand schonmal normale Zitronensäure benutzt?
ja, wollte rostio nachmachen. normale reine zitronensäure hatte bei mir praktisch null Wirkung. :?

Aber oben steht was von Phosphorsäure.... ....könnte die Lösung sein. Apotheke?

Wesergruß
Malte

PS: Gerade 5Liter elektrisch geordert. Das probiere ich aus!!!

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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von Menzi » 27. Dezember 2018, 20:16

Hallo,
nahezu jede Säure funktioniert, die Konzentration entscheidet darüber, wieviel Geduld man mitbringen muß.

Phosphorsäure ist auch in den amtlichen Rostschutzprodukten von Fertan etc. enthalten.

WICHTIG, egal mit welchem Mittel man entrostet, ist die anschließende Passivierung mit einer Lauge (PH Wert basisch), da ansonsten die Säure in Falzen und Kanten langfristig auch das gesunde Metall zum Rosten überreden wird! ;-)

Habe sowohl Zitronen-, als auch Essig- und Phosphorsäure getestet, letztere war am höchsten konzentriert und funzte am schnellsten, zum Erfolg führten aber langfristig alle.

Viel solchen wünscht,
Menzi
...quietsch, brems, runterschalt...

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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von klausi » 27. Dezember 2018, 22:12

Hallo,

das ist ja ein wirklich interessantes Thema.
Wichtig ist ja auch noch die Entsorgung der ganzen Brühe.
Kann man gebrauchtes Rosito oder Phosphorsäure einfach in der Umwelt entsorgen???

VG
Klaus
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von volkerxl » 27. Dezember 2018, 23:29

klausi hat geschrieben:
27. Dezember 2018, 14:15
Vielen Dank für eure Posts.

Hat denn jemand schonmal normale Zitronensäure benutzt?

An den Admin: ich glaube ich bin hier iwie falsch. Der Beitrag steht unter Bekanntmachungen :D :D
ist auf normal geändert :lach:
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von Malte 500S » 28. Dezember 2018, 01:08

klausi hat geschrieben:
27. Dezember 2018, 22:12
Hallo,

das ist ja ein wirklich interessantes Thema.
Wichtig ist ja auch noch die Entsorgung der ganzen Brühe.
Kann man gebrauchtes Rosito oder Phosphorsäure einfach in der Umwelt entsorgen???

VG
Klaus
Rostio sagt normalen Abfluss.....

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cj
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von cj » 28. Dezember 2018, 01:10

Menzi hat geschrieben:
27. Dezember 2018, 20:16
ist die anschließende Passivierung mit einer Lauge (PH Wert basisch)
du meinst neutralisierung.
passivierung ist was anderes, das macht die phosphorsäure mit dem stahl. da entsteht an der oberfläche eine graue schutzschicht die den weiteren rostangriff verlangsamt.
die brühe am besten wieder in einen kanister füllen, damit kann man noch andere sachen entrosten. in den garten würde ich das zeug nicht entsorgen, verdünnt in der kanalisation ist es kein problem.
den tank gut ausspülen und dann die säurereste mit ner waschlauge neutralisieren.
tank gut trocknen, zb auf der heizung. wer jetzt noch langeweile hat kann noch eine tankversiegelung anbringen.
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von Jogi.R » 28. Dezember 2018, 06:50

Hallo Klaus,
der Tank muss erst entfettet werden und dann entrostet, bevor man eine Versiegelung einbringt.

Hatte das mit "KREEM Weiss" (gibt es auch in rot) an meiner KS 100 und meiner Binetta Super-5 gemacht und bin sehr zufrieden.
Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt, es liegt eine Anleitung bei und man ärgert sich nicht, wenn es mit anderen Schlurzen nicht funzt.
http://www.tanksiegel.de/
Alles lässt sich mehrmals nutzen und man kann es verdünnt im Kanal entsorgen.

UND das wichtigste ist die Suppe die man tankt: SUPER PLUS
Da ist wenig bis kein Alkohol drin und ich meine, daß Honda sogar 98ROZ vorgeschrieben hatte.

Bis denne - Jogi
Wenns nicht mehr klappert, ist es kaputt.

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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von hiha » 28. Dezember 2018, 08:09

klausi hat geschrieben:
26. Dezember 2018, 23:26
Leider ist mein Tank instandsetzungswürdig. Im Inneren hat sich starker Rost gebildet. Das Moped stand 18 Jahre in einer Scheune und das natürlich unbetankt.
Wenn er beim Abstellen unbetankt gewesen wäre, hätte er jetzt wahrscheinlich keinen Rost drin. Das hilft Dir natürlich jetzt nix, aber für die Zukunft empfehle ich Dir: Unbetankt, Deckel offen, Lappen drüber, dann bildet sich auch kein Rost, solange es nicht reinregnet.

Zitronensäure geht gut, wenn vorher entfettet wurde (z.B. Natronlauge)
Aus Umweltschutzgründen sollte man die Soße aber nicht in der Kanalisation entsorgen, sondern im Wertstoffhof abgeben, oder man überläßt das Entrosten gleich einer Firma. Schließlich ist da nicht nur Säure drin, die man ja noch problemlos neutralisieren könnte, sondern eben auch zersetzte Benzinrückstände.
Mit Beschichtungen bin ich vorsichtig, ich hab schon zu viele Tanks gesehen, wo sich das Zeug dann ablöste. Das ist dann übel.
Die Korrosionsbeständigkeit von mit Phosphorsäure behandelten Oberflächen wird total überschätzt, weil das nämlich mit Phosphatieren nix zu tun hat. Der Unterschied zu blankem Blech ist deshalb praktisch nicht feststellbar.
Hier gibts Infos zum Phosphatieren:
https://www.leuze-verlag.de/images/stor ... _Blick.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphatierung

Gruß
Hans

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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von klausi » 28. Dezember 2018, 09:03

Hallo Hans,

danke für deine umfassende Antwort. Ich wollte das Zeug auch keineswegs in die Umwelt ablassen. Bei uns kommt immer 2 mal im Jahr so eine öffentliche Schadstoffsammlung in die Stadt. Die nehmen das umsonst mit.

Eine Tanksanierungsfirma macht das natürlich sehr professionell, aber für das Geld bekommt man aber auch (noch) einen guten gebrauchten Tank.
Mein Tank ist äußerlich noch top und ohne jegliche Dellen; trotzdem wären 150 Euro für so eine Sanierung ein wirtschaftlicher Totalschaden.

VG
Klaus
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Re: XL250R Tanksanierung

Beitrag von Jogi.R » 28. Dezember 2018, 09:57

hiha hat geschrieben:
28. Dezember 2018, 08:09
Mit Beschichtungen bin ich vorsichtig, ich hab schon zu viele Tanks gesehen, wo sich das Zeug dann ablöste. Das ist dann übel.
Das kommt aber nur vor, wenn ein Arbeitsschritt nicht vollständig ausgeführt wurde.
Wenn vor dem Entrosten noch Fett im Tank ist, oder nach dem Entrosten noch Wasserspuren (auch winzigste Mengen), funktioniert das mit der Beschichtung, die ja Lösungsmittel enthält, nicht und sie löst sich an diesen Stellen auch großflächig wieder ab.

Das ist wie mit den Motoren: macht man es ruhig, überlegt und ordentlich hält das auch länger.

In meiner Gespannpause stand die XL mit drei Litern im Tank rum und setzte keinen Rost an, obwohl er einen heftigen Knick in der Seite hat.
Das ist meiner Meinung wieder der feinen Suppe(r+) geschuldet.

Alkohol kommt in den Hals und nicht in den Tank!

Beste Grüße - Jogi
Wenns nicht mehr klappert, ist es kaputt.

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