Bremstrommel hinten R Modell

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Trey
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Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von Trey » 12. März 2019, 23:17

Hallo,
bei mir sind die in der hinteren Bremstrommel eingepressten-oder geklebten Beläge eigentlich weg ... na gut, bei fast 100.000km nicht verwunderlich.
Nur: was mache ich jetzt?
neue Nabe? oder gibt es eine Werkstatt die mir neue Beläge aufklebt oder aufnietet?
Gruß

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cj
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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von cj » 13. März 2019, 00:17

meinst du den bremsring aus stahl der in der nabe eingegossen ist oder die beläge auf den bremsbacken?
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Kristian
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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von Kristian » 13. März 2019, 02:11

Neue Bremsbacken mit Belägen gibt´s für ca. 10€ den Satz!
Da lohnt sich kein Aufkleben oder Aufnieten...
Bub, bub, bub...

Trey
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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von Trey » 13. März 2019, 19:17

... ich meine den Bremsring aus Stahl - also nicht die Beläge.
Gruß

Die Wüste lebt
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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von Die Wüste lebt » 13. März 2019, 19:26

Dann neue Nabe.

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hiha
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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von hiha » 13. März 2019, 20:09

Der Bremsring aus Grauguss ist mit dem Alu der Nabe umgossen. Man kann die Trommel bis zu einem von Honda zugelassenen Durchmesser ausgedrehen, das Maß sollte im Manual oder in der Trommel stehen.. Da würd ich erstmal messen, bevor ich die Nabe austausche, denn selbst nach 100.000km ist da meist noch genug Fleisch drauf...
Gruß
Hans

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cj
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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von cj » 13. März 2019, 20:46

Trey hat geschrieben:
13. März 2019, 19:17
... ich meine den Bremsring aus Stahl - also nicht die Beläge.
Gruß
den kann man auch erneuern lassen, das lohnt sich aber nur wenn nichts brauchbares gebrauchtes aufzutreiben ist.
ausdrehen geht bei honda bis 1mm über nenndurchmesser. man kann bedenkenlos aber auch 1mm mehr rausnehmen, allerdings muss man dann die backen und/oder den bremsschlüssel anpassen und das ist eher was für fortgeschrittene.
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Trey
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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von Trey » 13. März 2019, 22:14

... also, bei meiner Trommel sieht es so aus:
Der Stahl ist an 2-3 Stellen (cent-Größe) schon total durch, da scheint das Alu durch.
Mag sein dass einer der Vorbesitzer die Bremse falsch eingestellt hatte, und damit immer mit leicht angezogener Hinterradbremse fuhr - wie auch immer, es ist wie es ist.

Eine neue Nabe oder Hinterrad? gibt es wohl nicht mehr und eine Gebrauchte hat wohl auch schon einiges erlebt.

Ich dachte halt: irgendwie muss der Stahlring ja in die Trommel gekommen sein.
Da ich keine Nieten sehen konnte, dachte ich dass der Stahlring entweder eingeklebt oder eingeschrumpft wurde / oder beides.
Auf alle Fälle könnte man die restlichen µ rausdrehen und eine neue Schale einpressen, einschrumpfen, einkleben oder was auch immer.

Ich benutze die Hinterradbremse zwar so gut wie nie - aber früher oder später wird der Stahlring wohl weg sein ... und dann wird evtl. die Bremswirkung nicht mehr so dolle sein, was dann den TÜV auf den Plan ruft.

Gruß

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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von Die Wüste lebt » 13. März 2019, 22:21

Tüv ist ja nicht so schlimm, denn so wie du letztens geschrieben hast, brauchst du ja für den Kleber kein Fahrzeug

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hiha
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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von hiha » 14. März 2019, 10:04

Trey hat geschrieben:
13. März 2019, 22:14
Ich dachte halt: irgendwie muss der Stahlring ja in die Trommel gekommen sein.
Wie gesagt, der Graugussring wird umgossen, dazu ist er aussen naturrauh, und wird auch noch oberflächenbehandelt, damit das Alu sich gut verbindet (Alfin-Verfahren)
Man kann den Ring auch einschrumpfen, da wäre ich bei einer Hauptbremse (vorn) aber vorsichtig. Das Alu wärmedehnt sich einfach wesentlich stärker. Die Schrumpfüberdeckung kann man nicht beliebig groß machen, sonst sprengt es die Nabe beim Abkühlen.
Die Bremsringe in den Magnesium-Doppelduplexnaben der frühen Rennbremsen waren zusätzlich genietet, ausserhalb des Bremsbereichs. Das könnt man auch noch machen. Beim Grauguss-Rohmaterial könnte man mal schaun, ob man bei Gussrohren fündig wird. Viele Wasserleitungen macht man heut aus "duktilem Grauguss", das wär geeignet.

Gruß
Hans

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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von Kristian » 14. März 2019, 14:38

Ich denke der Aufwand steht in keinem Verhältis zum Nutzen, obwohl ich auch immer sehr für die Erhaltung von altem Material bin.

Aber vielleicht kannst du mit deinem Rad (nach leichtem Ausdrehen und mit neuen Belägen) zunächst noch weitere 20.000 abspulen.
Der weitere Verschleiß wird hinten ja sehr gering sein.

In dieser Zeit findest du bestimmt noch ein Hinterrad in der Bucht das weniger gelaufen hat.
Bub, bub, bub...

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Re: Bremstrommel hinten R Modell

Beitrag von Trey » 14. März 2019, 18:35

Die Wüste lebt hat geschrieben:
13. März 2019, 22:21
Tüv ist ja nicht so schlimm, denn so wie du letztens geschrieben hast, brauchst du ja für den Kleber kein Fahrzeug
da hast Du aber gut aufgepasst - dem ist auch so.
Ich dachte nur, wenn ich jetzt schreibe dass ein Bremszug mal reißen kann und man dann vlt. froh ist über eine halbwegs vernünftige Hinterradbremse zu verfügen. ewige Diskussionen über den tournusmäßigen Wechsel des Bremzugs beginnen.

Um dem aus dem Weg zu gehen, schrieb ich halt: "Probleme mit dem TÜV".

Also: Probleme mit dem TÜV-nein, Probleme plötzlich ohne eine gescheite Bremse dazustehen, bzw. zu fshren - ja.
Gruß

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