Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Hier können Reperaturfragen gestellt werden. Wie wird was wieder repariert?

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hbmjka
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von hbmjka » 31. August 2019, 17:30

Kannst die Bilder auch per Mail in 2988 x 5312bekommen. ( 4,5 MB groß )

Kann man besser vergrößern. Hier geht's nicht größer.
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Frank M
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 11. September 2019, 20:52

seit heute Abend hab ich den Motor auf'm Tisch.

Kein Riss, sondern ein hübsches Loch mit bestimmt 3mm Durchmesser. War überklebt mit Resten von Kaltmetall, das sich mit einem Schraubendreher leicht abschieben ließ. Aber seht selbst:
Oese1.jpg
Oese2.jpg
So schief wie die Anlagefläche zur Rahmenlasche schon abgeschliffen ist wird der Motor wohl eine ganze Weile mit losen Motorhalteschrauben unterwegs gewesen sein. Die Bohrung für die Motorhalteschraube im Gehäusealu ist auch schon ziemlich oval ausgearbeitet. Irgendjemand hat dann mal versucht das undicht gewordene Gehäuse mit Kaltmetall etc. zu flicken - hat an dieser Stelle nicht gehalten.

Nach diesem Befund würde ich sagen macht ein Reparaturversuch wenig Sinn und der Austausch der unteren Gehäusehälfte steht an.
Für Yamahas habe ich meine Lieferanten, für Hondas hab ich keine guten Bezugsquellen. Wo bestellt ihr eure Teile?
Bis jetzt hab ich folgende Teile auf dem Zettel:
- Papierdichtungen für Lima- und Kupplungsdeckel
- Simmerringe für Getriebeausgangswelle, Schaltwelle, Kickstarter
- Dichtringe Ölpumpe
- Kickstarterfeder
- und natürlich eine gute untere Gehäusehälfte (Jööööörg)
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Frank M
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 11. September 2019, 21:00

Bei der allgemeinen Begutachtung des Motors sind mir noch zwei Dinge aufgefallen, zu denen ich gern mal eure Meinung hören würde.

Die Ritzelverzahnung auf der Getriebeausgangswelle hat schon ca. 1/3 ihrer Breite eingebüßt. Macht es Sinn die gleich mit zu tauschen wenn der Motor eh gespalten ist und wo bekomme ich eine bessere Welle her?
Ausgangswelle.jpg
Der Mittelsteg im Einlasskanal fiel mir durch eine Kante auf, daher hab ich mal versucht richtig reinzuleuchten und meine einen Riss ausmachen zu können, der ziemlich weit runterläuft. Normal oder bedenklich?
Kopf1.jpg
Kopf2.jpg
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rubus
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von rubus » 12. September 2019, 09:34

Der Mittelsteg ist so merkwürdig gestaltet. Also kein Riß, keine Panik.
Geldschöpfung in öffentliche Hand
http://www.monetative.de/

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hiha
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von hiha » 13. September 2019, 17:17

Der Absatz könnte von Kernversatz beim Guss kommen. Die Abtriebswelle könnte man mit einer speziellen Ritzelbefestigung beheben, aber das Häusl tät ich schweissen...
Gruß
Hans

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Frank M
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 14. September 2019, 12:33

ok danke, Gußkernversatz hatte ich auch schon dran gedacht, sieht aber tatsächlich aus wie ein Riss.
Da der Motor sonst unauffällig lief mach ich an der Stelle erstmal nix.

Hans, was meinst du mit einer speziellen Ritzelbefestigung?
Schweißen dürfte m. E sauber nur bei abgebauter Hälfte funktionieren, da sonst Öl aus dem Loch in die Schmelze kocht. Und wenn ich sie abbaue kann ich sie eigentlich auch gleich tauschen. Oder meinst du im zusammengebauten Zustand aufschweißen?

Die Getriebeausgangswellen von PD01 und PD02 sind identisch, oder gibt es hier Unterschiede (zwecks Ersatzteilsuche)?

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von thoxl » 14. September 2019, 18:14

Tach,

Würd ich schön Blank machen und zuschweißen! Die Antriebswelle kann noch 5stellige Kilometer halten, ist nur für den Kopf schlecht wenn man weis wie die Verzahnung aussieht..... :wink:

Gruß Thorsten!! :tanz:
Lampenerni
Bild

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Frank M
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 15. September 2019, 12:58

beim Zerlegen des Motors ist mir jetzt aufgefallen, dass die untere/hintere Motorbolzenöse auf der rechten Seite noch ovaler ausgeschlagen und bis zur Mitte gerissen ist. Damit hat sich eine Reparatur der unteren Gehäusehälfte definitiv erledigt.
Oese3.jpg
Ich denke auch, die ausgeschlagene Verzahnung auf der Getriebeausgangswelle würde wahrscheinlich noch eine Weile funktionieren, aber die Gelegenheit bei ohnehin offenem Getriebe eine bessere reinzulegen ist einfach zu verlockend.

Jörg, ich hatte dir schon eine PN geschrieben. Ich würde dich jetzt gerne mal in Heiningen heimsuchen, wo finde ich dich?

Grüße, Frank
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von cj » 15. September 2019, 13:18

die welle kann noch lange halten wenn man nicht zu untertourig fährt. der motor läuft untenrum zu unrund und das geht auf die ritzelverzahnung.
lieber schön drehen lassen, auch wenn es verlockend ist aus fast LL rauszubeschleunigen.
BildBild

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 15. September 2019, 13:51

ja, das typische Einzylinderhacken bei niedrigen Drehzahlen. Nicht nur die Ritzelverzahnung, auch alle anderen kraftübertragenden Teile im Antriebsstrang (Getriebepitting, ausgeschlagene Ruckdämpfung in der Kettenradaufnahme etc.) leiden. Dabei sind die allermeisten der alten Eintopfenduros eher kurzhubig ausgelegt und brauchen/wollen Drehzahl. Dann bewegen sich die ollen asthmatischen Luftpumpen auch plötzlich ... :D

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von hiha » 16. September 2019, 16:17

Ah, habs. Das hier wollt ich verlinken:
https://forum.motorang.com/viewtopic.ph ... 7&p=363215
Gruß
Hans

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 16. September 2019, 17:09

ok, mit dem Blech von Andreas kann das Ritzel nicht mehr auf der lommeligen Verzahnung eiern, weil es gegen das Sicherungsblech gezogen wird. Das verschleißfördernde Spiel in Drehrichtung wird nach meinem Verständnis damit aber nicht behoben, oder?

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Mischa » 16. September 2019, 20:59

Ich würde das schweißen, den Riss it nem Kugelfräser auffräsen und auch verschweißen. Anschließend auf Ohren und mit Lagerkleber ein Rohr zur Führung der Schraube einkleben. Das geht dann nimmer kaputt.
Liebe Grüße vom Mischa

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von volkerxl » 17. September 2019, 08:05

Gebrauchte Gehäuse gibt's es massenhaft. Die Reparatur lohnt sich so gar nicht wirklich. Und der Defekt ist mir in 34 Jahren noch nicht untergekommen.
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von hiha » 17. September 2019, 09:50

Frank M hat geschrieben:
16. September 2019, 17:09
ok, mit dem Blech von Andreas kann das Ritzel nicht mehr auf der lommeligen Verzahnung eiern, weil es gegen das Sicherungsblech gezogen wird.
Ich meinte eher die Verschraubung am Anfang. Viel Aufwand, nutzt auch noch vorhandene Verzahnung, und klemmt das Ritzel auf der Welle.
Hans

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