Ölkontrolle bei der XL 500 S

Hier kann über alles Mögliche geplaudert werden was mit und um unsere XL zu tun hat

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Samoht
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Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von Samoht » 25. August 2018, 14:12

Eine kurze Zusammenfassung aus meinem Vorstellungsbeitrag:

Mit der Ölkontrolle habe ich so meine Probleme.
Wie stelle ich das Moped am Besten gerade?
Bei mehrmaligem Peilen ist der Stand immer unterschiedlich.
Soll jetzt 7 mm über Max. eingefüllt werden?

Verschiedene Antworten bekam ich.
Bzgl. des Geradestellens:
Selbstgebauter Hubständer.
Auf die Mühle drauf setzen und dann peilen.
An einem Pfosten anlehnen und mit einer Latte gegenhalten.
Ich lehne sie auch an einen Pfosten und halte sie dann irgendwie fest. Oder mit 2 Personen.
Das mit dem Draufsetzen und mit der Latte hört sich gut an - werde ich mal ausprobieren.
Ich denke darüber nach, mir eine Halterung an die Wand zu schrauben, wo ich das Vorderrad einfach rein schieben kann.

Bzgl. des Ölstandes gingen die Meinungen auseinander.
Ich habe mich entschieden bis Max. zu gehen und bei jedem Tanken zu kontrollieren.
Wenn man über Max. füllt, wird das überschüssige Öl durch die KW-Entlüftung auf das Hinterrad wieder ausgespuckt.

Mehrmaliges Peilen mit unterschiedlichen Ständen wurde nicht diskutiert.
Hat jemand das gleiche Problem und vielleicht eine Lösung?

Jedenfalls scheint die einhellige Meinung zu sein, dass 200 ml Ölverbrauch auf eine Tankfüllung zu viel ist.

Gruß Thomas

Trey
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von Trey » 25. August 2018, 19:21

Hallo,
habe zwar zur Zeit eine R aber früher auch mal zwei S´s.

Zur Kontrolle:
Ich lockere den Messstab, kann kniee ich mich rechts neben das Moped und zieh´es in meine Richtung.
Mit der rechten Hand am Lenker, bis es mir leicht gegen die Schulter fällt.
Dann kannst Du relativ leicht die Kiste so ausbancieren, bis Du keinen Druck mehr an Deiner Schulter und auch keinen Zug mehr an Deiner Hand hast.
Dann linker Arm über die Sitzbank, die Kiste im Gleichgewicht halten und mit der rechten Hand die Ölstandsmessung durchführen.

Das mit den ganzen Vorrichtungen ist doch Quatsch, die hast Du unterwegs auch nicht dabei.

Zum Füllstand (bei meiner R):
den Stab komplett herausdrehen, abwischen - dann erkennst Du eine geriffelte Fläche, darüber einen Punkt, bis der Ölmessstab in eine Art 4-er Stab übergeht.
Ich füll dann jedesmal soviel auf, dass der Punkt ´nass´ ist. Alles wohlgemerkt bei aufgestztem Ölstab, keinesfalls zu verwechseln mit einem eingedrehten.

Wie oft kontrollieren?
wenn Du die Kiste neu hast, kannst Du ja mal alle 100km nachschauen - wenn da noch alles okay ist, erhöhst Du die Intervalle.
Ich kontrolliere immer nach dem Tanken, also so ca. alle 250km - nachfüllen (ein kleiner Schluck) ist meist erst nach dem zweiten Tanken nötig.
Viele XL´s haben den Geist aufgegeben, weil deren Besitzer den Ölstab zur Kontrolle komplett eindrehten.

Gruß

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volkerxl
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von volkerxl » 26. August 2018, 08:01

Ich sage mal, Ölstand ist dich unstrittig. Für die R gibt es eine offizielle Empfehlung mit 7mm über max.
Für die S nicht. Kann man aber probieren. Evl. drückt es wieder raus, aber nicht grundsätzlich immer.

Ich glaube du dramatisierst mit dem Messvorgang etwas. Draufsitzen, mit rechts den Stab raus schrauben, sauber machen, Stab auflegen zu messen und dann noch mal prüfen. Die s hat doch noch mal eine geringere Sitzhöhe.

Ich habe mir einen RR Öl Temperatur Messstab gekauft und die 7mm mehr gleich mit eingeritzt.
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von peter » 26. August 2018, 08:18

Das S benötigt die 7mm mehr an Oel nicht, das kommt alles wieder raus bei der Entlüftung und gibt eine riesenschweinerei.
Lieber mehrmals messen so wie Volker beschrieben hat mit draufsitzen.
im übrigen empfehle ich Dir 10w50 oder sogar 10w60.

Gruss peter

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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von Schruuber » 27. August 2018, 11:06

Hallo,
was ich mich frage ist, warum zwei identische Motoren (S+R) mit unterschiedlichen Ölmengen befüllt werden sollen?
Liegt es an den verschiedenen Ölabscheidern?
Grüßle, Alex
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von tommot » 27. August 2018, 12:58

das tät mich auch mal interessieren ???
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Dominik
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von Dominik » 27. August 2018, 14:52

Liegt es an den verschiedenen Ölabscheidern?
Ja, genau genommen sogar nur an dem Entlüftungsschlauch, der neben der rechten Fussraste ins freie führt. Bei der R ist er verschlossen und dient als Reservoir. Bei der S ist er offen.

Man muss die beiden Motoren aber auch nicht wirklich unterschiedlich befüllen.

Die "+ 7 mm"-Empfehlung ist nach meiner Meinung sowieso nicht besonders zielführend. Für beide Motoren ist ein Ölstand zwischen "Min." und "Max." (orginal Peilstab) eigentlich optimal.

Bei der Empfehlung handelt es sich um eine reine Notlösung, weil die XL auf der Autobahn einen überraschend hohen Ölkonsum zeitigen kann. Das Öl wird halt (gerade im Sommer) sehr heiß (140 Grad) und dadurch auch sehr dünn. Der Verbrauch schießt in Höhe. Deswegen sind in den 80ern wohl einige Motoren auf der Reise in den Sommerurlaub verreckt. Letztlich an Ölmangel.

Das ist der einzige Grund für die Ölstandsempfehlung. Man kann diese Begründung auch im Original-Schreiben von damals nachlesen (hier).

Mit 0,2 Litern mehr Öl kommt man halt ca. 300 - 500 km weiter, bevor Ebbe im Sumpf ist. Deswegen hat Honda einfach empfohlen, die Ölmenge bis an den Rande der Vertretbarkeit zu erhöhen, damit das Öl bei (zu) seltener Kontrolle bzw. überraschend hohem Konsum etwas länger hält. Das ist alles.

Bei der S funktioniert das nicht. Der Ölstand liegt nämlich wirklich am obersten Ende der Verträglichkeit. Genau genommen sogar darüber. Beide XL (R + S) beginnen das Öl bereits über die Entlüftung 'raus zu hauen. Bei der XL-R ist der Entlüftungskreislauf jedoch geschlossen, deswegen geht's irgendwie. Bei der XL-S ist er jedoch offen und es haut das Öl auf's Hinterrad. Deswegen ist die S von der Maßnahme ausgeschlossen.

Aber auch bei der R gibt es natürlich Nebenwirkungen. Es entsteht ja ein viel stärkerer Ölnebel im Entlüftungssystem, den letztlich der Motor wegatmet. Unter Ölkohle-Gesichtspunkten ist das nicht so toll.

Ich schaue deswegen lieber regelmäßig nach dem Ölstand. Ist eigentlich nicht so schwer. Und lange AB-Etappen fahre ich eh nicht (mehr) mit der XL.

Viele Grüße,
Dominik

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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von cj » 27. August 2018, 19:32

Dominik hat geschrieben:
27. August 2018, 14:52
Liegt es an den verschiedenen Ölabscheidern?
Ja, genau genommen sogar nur an dem Entlüftungsschlauch, der neben der rechten Fussraste ins freie führt. Bei der R ist er verschlossen und dient als Reservoir. Bei der S ist er offen.
bei der S gehört der schlauch auch verschlossen. :schlaumeier:
da wird auch der selbe stopfen verwendet wie bei der R.
https://www.partzilla.com/catalog/honda ... ir-cleaner
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von thoxl » 27. August 2018, 20:19

Tach,
cj hat geschrieben:
27. August 2018, 19:32
bei der S gehört der schlauch auch verschlossen. :schlaumeier:
da wird auch der selbe stopfen verwendet wie bei der R.
https://www.partzilla.com/catalog/honda ... ir-cleaner
ich denk dass das keine DE Fiche sind! Bei CMSNL sind das andere Teile! Das ist nur so ein kleiner Zylinder der unten etwas platt gequetscht ist!

https://www.cmsnl.com/honda-xl500s-1981 ... 4Q_Kr99tdg

Also ich kenn das von der S als unten offen!

Gruss Thorsten!! :tanz:
Lampenerni
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von cj » 27. August 2018, 20:33

thoxl hat geschrieben:
27. August 2018, 20:19
ich denk dass das keine DE Fiche sind!
stimmt. :unknown:
dürfte aber nicht schaden den schlauch zu verschliessen, wenn woanders mit verschlossenem schlauch rumgefahren wurde.
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von peter » 27. August 2018, 20:42

Hallo zusammen,

Hier mein Lösung, hat sich seit 38 Jahren bewährt.

gruss peter
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von Dominik » 28. August 2018, 12:36

cj hat geschrieben:dürfte aber nicht schaden den schlauch zu verschliessen, wenn woanders mit verschlossenem schlauch rumgefahren wurde.
Klar, der Stopfen tut der Umwelt gut und ist kein Schaden. Kein Thema. Was aber bliebt - egal ob mit oder ohne Stopfen -, ist die Tatsache, dass die + 7 mm für den Motor eigentlich zu viel sind. Bringt Sauerei im Entlüftungssystem, Panschverluste und Ölnebel in den Ansaugtrakt. Sonst hat der Motor eigentlich nichts davon. Er freut sich am meisten, wenn er zu jeder Zeit die richtige Menge Motoröl bekommt. Das ist alles ab "Min" aufwärts.

Deswegen bin ich eigentlich mehr ein Fan von regelmäßiger Kontrolle als von einem zusätzlichen "Sicherheitsschluck". Den braucht's dann nämlich gar nicht.

Samoht
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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von Samoht » 30. August 2018, 18:08

Drauf setzen zur Ölkontrolle ist für mich die Lösung. :razz:
Auch bei mehrmaligem Peilen ist der Pegel immer gleich.

Jetzt muss noch der tatsächliche Verbrauch ermittelt werden.
Ich hoffe, dass es nicht bei den 200 ml pro Tankfüllung bleibt.
Wenn sie nicht überfüllt wird, spritzt auch nichts unten raus - so die Hoffnung. :mrgreen:

Warum eigentlich 10W50 statt 10W40?

Gruß, Thomas

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Re: Ölkontrolle bei der XL 500 S

Beitrag von peter » 31. August 2018, 07:46

Samoht hat geschrieben:
30. August 2018, 18:08

Warum eigentlich 10W50 statt 10W40?

Gruß, Thomas
10W40 ist natürlich auch ok, je höher der Wert desto besser besonders bei luftgegühlten Maschinen.

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