Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Hier können Reperaturfragen gestellt werden. Wie wird was wieder repariert?

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Frank M
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Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 24. August 2019, 11:56

Moin zusammen,
die PD02 meines Bruders ist inkontinent und verliert über eine längere Standzeit annähernd den gesamten Motorölinhalt in Form einer Pfütze unter'm Moped.

Nach eingehender Prüfung konnten wir den Ölaustritt an der Motorbefestigungsschraube hinten/unten/links lokalisieren.
Die Anlagefläche der Motorgehäuseöse an der linken Rahmenlasche sieht für meinen Geschmack schon "bearbeitet" aus. So als wenn hier jemand mal die Motorbefestigungsschraube zwischen Rahmenlasche und Gehäuseöse mit einer Flex oder Säge durchtrennt hat. Offensichtlich ist er dabei zu tief in das Gehäuse geraten.

Der Motor ist im Moment noch eingebaut, sobald er draußen ist lassen sich Art und Ausmaß des Schadens bestimmt besser beurteilen.

Hat jemand schon mal einen vergleichbaren Schaden an dieser Stelle gehabt?
Gibt es irgendwelche Infos zur Motorgehäusestärke an dieser Stelle?
Reparaturtipps?

Danke und Grüße
Frank

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hiha
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von hiha » 24. August 2019, 12:04

Ich hatte neulich einen Suzukimotor auf der Werkbank, an dem sich durch notorisch lockere Motorhalteschrauben die Befestigungslasche durchs Gehäuse gewetzt hat. Könnte man mühsam aufschweissen, aber nur wenn Gehäuse sehr rar sind...
Gruß
Hans

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Jörg
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Jörg » 24. August 2019, 14:34

Hey Frank, hab hier Gehäuse ohne Ende rumliegen. Einfach vorbeikommen und das alte hier abgeben.
Kann man zum schweißüben verhunzen.
Gruß Jörg

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Gunnar_HH
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Gunnar_HH » 24. August 2019, 17:30

Alte Gehäuse sind Massenware. Am besten ein Pärchen aus Unter- und Oberseite nehmen, dann passt die Fuge optimal und gut ist.
Drüber nachdenken wie man den Riss oder Einschnitt wieder dicht bekommt ist verschwendete Zeit.
Mit Chance findet man ja auch eine Unterseite ohne druchgedrückte Stifttaschen für die Nadellager Außenringe der beiden Getriebewellen.

Gruß Gunnar
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Frank M
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 24. August 2019, 18:15

na das hört sich ja schon mal gar nicht allzu finster an. Reparatur mit Knetmetall, Lot etc. halte ich an dieser Stelle wo der Motorhaltebolzen Druck draufbringt für wenig zielführend. Eine neue Planfläche an das Gehäuse anspiegeln und eine passend dimensionierten Dichtscheibe dazustecken wäre auch eher fragwürdiger Pfusch, zumal ich im Moment noch nicht sehen kann ob es durchgscheuert, geflext oder gerissen ist.

@Hans: die betreffende Motorhalteschraube lies sich sogar noch etwas nachziehen, evtl. hat die Bewegung an der eh schon ausgedünnten Stelle dann letztlich den Durchbruch geschafft.

@Jörg: das wäre natürlich super, danke. Da komm ich gern drauf zurück.

@Gunnar+all: Da der XL-Motor horizontal geteilt ist ergibt sich ja theoretisch auch die Möglichkeit nur die untere Hälfte zu tauschen.
Hat so einen Mischverbau schon mal jemand gemacht, bzw. ist sowas sinnvoll und bietet Aussicht auf eine erfolgreiche Reparatur? Die Idee finde ich im Moment eigentlich ganz charmant, da dann für den Gehäuse(teil)tausch nicht der komplette Motor incl. Getriebe zerpfückt werden müsste.

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Gunnar_HH » 25. August 2019, 09:41

Hallo Frank,

ich würde ein passendes Ober- und Unterteil nehmen, die schon zusammen gehören. Der Vorteil sind die seitlichen Sichtflächen, die dann 100% zusammen passen. Im oberen Teil ist sowieso nicht soviel verbaut (Ausgleicherwelle). Also warum nicht gleich beides. Dabei vielleicht neue O-Ringe für die Ölpumpe, neuer Ausgangssimmering und eine neue Kickstarterfeder. Dann ist da lange Zeit Ruhe.

Gruß Gunnar
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Jörg » 25. August 2019, 14:40

Mischen ist eigentlich kein Problem, man muß nur auf der linken Seite am vorm Ritzel schauen das die Flächen bündig sind. Wenn nicht planschleifen. Hier geht ja die Ölleitung lang, rechte Seite ist unproblematischer.
Gruß Jörg

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 25. August 2019, 18:13

hab's mir gerade mal im Bucheli angesehen. So wie es dort beschrieben ist müssen ohnehin erstmal Zylinder, Kupplung, Ölpumpe, Lima etc. runter, bevor das Gehäuse geteilt werden kann. Damit verabschiedet sich meine Vorstellung den Klumpen auf den Kopf zu drehen und mal eben schnell unten die Gehäusehälfte zu tauschen. Oder gibts dafür noch einen Trick von den versierten XL-Schraubern?

Die Dichtflächenproblematik bei Mischverbau leuchtet ein; Absätze in den Dichtflächen der Motorseitendeckel braucht keiner. Ich hätte dabei eher auf Schwierigkeiten mit den Lagersitzen getippt, die über Passhülsen zentriert in der Produktion als Pärchen zusammen gefertigt werden.

Ölpumpenringe ist ein guter Tipp, vermutlich sollte bei der Gelegenheit auch gleich ein großer Dichtungssatz incl. aller angefassten Wellendichtringe verbaut werden. Jetzt muss ich erstmal meinen Bruder ankurbeln, damit er den Motor ausbaut und sich das Elend in seiner ganzen Pracht zeigt.

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von thoxl » 25. August 2019, 18:41

Tach,

Mich interessiert mal ein Foto von der Stelle, kann ich mir grad schwer vorstellen! Vielleicht lässt sich der Riss V Förmig aufdremeln und einfach von außen Schweißen!?!

Warum zum Gehäuse Teilen der Zylinder runter muss erschliesst sich mir grad auch nicht! Das links und rechts im Deckel Luft her muss is klar! Kupplung, Ölpumpe und Lima weg is ja zum Vergleich ne Kleinigkeit....

Gruß Thorsten :tanz:
Lampenerni
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von cj » 25. August 2019, 21:49

Frank M hat geschrieben:
25. August 2019, 18:13
Ich hätte dabei eher auf Schwierigkeiten mit den Lagersitzen getippt, die über Passhülsen zentriert in der Produktion als Pärchen zusammen gefertigt werden.
der trick an der sache ist die präzision der japaner gegenüber den europäischen herstellern.
würde mich auch nicht wundern wenn honda die gehäuse einzeln fertigt und die gehäuse bei der motormontage wahllos aus der gitterbox zusammenbaut.
bei honda kann man gehäusehälften auch einzeln kaufen und nicht nur paarweise.
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 27. August 2019, 18:05

Foto mache ich sobald der Motor draußen ist. Insgeheim hoffe ich ja noch darauf, dass sich die Stelle doch noch von außen abdichten lässt.

Technisch besser wäre es bestimmt beide Gehäusehälften paarig zu tauschen. Wenn die Fertigungsgenauigkeit den Austausch der unteren Hälfte allein möglich macht (ggf. mit kleinen Korrekturen an den seitlichen Dichtflächen oder weglassen der Zentrierhülsen), dann soll mir das sicher Recht sein.

Ist es denn vom De-/Montageablauf her überhaupt möglich Zylinder, Getriebe- und Ausgleichswellen in der oberen Hälfte zu belassen und nur die untere Hälfte abzubauen? Oder sitzen z. B. in der Gehäuse-Zylinderöffnung irgendwelche Befestigungsschrauben der beiden Hälften? Kann dazu jemand eine Aussage machen?

Grüße, Frank

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von hbmjka » 27. August 2019, 18:30

Gehäuseober- und Unterteile hab ich auch gemischt - weiß ja auch nicht wo die mal herkamen. Kein Problem damit.

Um das Unterteil abzunehmen muss die Befestigungsschraube der Ausgleicherspannung entfernt werden. (vorn rechts)

Und die Kupplung ist zu schwer - die Welle bleibt nicht liegen - also abnehmen.

Es ist einfacher das Getriebe im unteren Gehäuse zu lassen und die Teile in das andere Gehäuse einzusetzen. (Ausgleicherkette

markieren) Auf den Arretierungsstift der Abtriebswelle und das Ölröhrchen der Kupplungswelle achten.

Gib Mühe. :D :D :D
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von hbmjka » 27. August 2019, 19:38

Geht immer nur 1Bild.
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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Kristian » 28. August 2019, 15:26

Wir sind hier schon wieder bei der perfekten 100%-Lösung ohne dass wir ein Foto des Loches gesehen haben.
Jetzt im Sommer würde ich erst einmal mit DirkoHT flicken um fahren zu können, die fachmännische Lösung dann als Winterprojekt.

Ich habe z.B. mal den ganzen Zylinderkopf zerlegt und mühsam die O-Ringe der Kipphebelwellen getauscht. Ihr wisst wie mühsam das ist. Anschließend war es wieder undicht. Also klebte ich ein ca. 20x20 mm Alublech mit DirkoHT drauf und hatte Ruhe mit Öl an dieser Stelle.
Hier ein Foto wie ich es vorübergehend vor der Zylko-Demontage abdichtete.

Sehen wir ein Foto Deines Loches?

IMAG0996-klein.jpg
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Bub, bub, bub...

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Re: Motorgehäuse an Rahmenöse hinten/unten undicht

Beitrag von Frank M » 30. August 2019, 16:20

Kristian hat geschrieben:
28. August 2019, 15:26
Sehen wir ein Foto Deines Loches?
Kristian du Ferkel, :D
wie gesagt, sobald der Motor draußen ist mache ich Fotos VOM MOTORGEHÄUSE und zeige sie hier. Heute hab ich erfahren, dass der Motorausbau aus terminlichen Gründen und Abwesenheit leider noch 1 Woche warten muss. Bin ja selber schon gespannt...

Heinz, deine Bilder sind hilfreich, danke.

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