Getriebeausgangswelle

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Moderator: Kristian

cbthimmi
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Getriebeausgangswelle

Beitrag von cbthimmi » 15. Juni 2020, 23:04

Ich suche Verzweifelt eine Intakte Getriebeausgangswelle für XL 500 R Bj.83.Bei meiner ist die Verzahnung am Ende.
Danke Gruß Siggi

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Kristian
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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von Kristian » 16. Juni 2020, 00:23

Die suchen wir alle lieber Siggi!
Sag mir bitte Bescheid wenn du eine Quelle gefunden hast!

Wir diskutierten im XL-Kreis schon diverse Male wie wir eine schlechte Verzahnung retten können...

Hierzu muß das Schlackern des Rizels auf der Welle verhindert werden um weiteren Verschleiß zu stoppen oder zumindest abzubremsen.
Wenn wir damit die Lebensdauer der Welle um 30 oder 50 Tkm verlängern kann wäre schon einiges gewonnen.

Eine perfekte Lösung ist sicherlich der Ausbau der Welle, ein Aufschweissen mit recht hartem Schweissgut und nachfräsen der ursprünglichen Verzahnung.
Dies als Einzelbearbeitung ist sicherlich sehr teuer und nur bezahlbar wenn es einer in seiner Freizeit im Maschinenpark seiner Firma machen kann. In einen sinnvollen und bezahlbaren Bereich kommen wir nur, wenn wir eine Firma mit CNC-Schweissautomaten finden und gleich 20 oder mehr Wellen am Stück bearbeiten lassen. Bekommen wir die zusammen?
Bingo, du hast damit ein Projekt gewonnen! :wink: :idea:

Eine meiner XLs hatte als ich sie kaufte das Rizel mit der Welle verschweisst. Das ist dann die letzte Möglichkeiten mit einer völlig schrottigen Welle.
Solch ein aufgeschweisstes Rizel sollte man dann so lange am Leben erhalten wie möglich indem man die Kette und das Kettenrad so rechtzeitig erneuert, dass das Rizel länger hält als gewöhnlich. Dies soll jedoch keine professionelle Empfehlung von mir sein!
Bub, bub, bub...

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hiha
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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von hiha » 16. Juni 2020, 08:14

Ist ganz einfach:
https://m.youtube.com/watch?v=Uo0NEIALnx0

:mrgreen:
Wobei das Schweissen noch das kleinere Problem, und IMHO selbst bei 100Stück noch kein CNC-Schweißautomat nötig ist. Mit WIG zähhart aufschweißen, dabei die restliche Welle kühl halten, und mit HM die Nuten fräsen. Von den Anforderungen her eigentlich keine große Herausforderung an eine mittelmäßig ausgestattete mechanische Werkstätte.
Gruß
Hans
Zuletzt geändert von hiha am 16. Juni 2020, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.

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hiha
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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von hiha » 16. Juni 2020, 09:07

Es gibt auch noch andere Methoden, ich hoffe man kann die Fotos sehen:
https://forum.motorang.com/viewtopic.php?f=3&t=17207&
Hans

dirtyrusty
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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von dirtyrusty » 16. Juni 2020, 15:18

Hallo cbtimmi,

diese hier habe ich noch in der Garage liegen,
Bild

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Bild

Keine Grate dran. Aussendurchmesser 25mm. Bei Interesse,melde dich.

Gruß Uwe

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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von motorradbastler » 16. Juni 2020, 19:44

Eine Reparaturmöglichkeit ist Laserauftragsschweißen mit hartem Schweißgut. Das Überstehende Schweißgut könnte selbst entfernt werden. Das sollte auch bezahlbar sein. Die Nacharbeit könnte händisch (Dremel) durchgeführt werden. Setzt aber eine ruhige Hand voraus.

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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von cbthimmi » 16. Juni 2020, 20:03

Kristian hat geschrieben:
16. Juni 2020, 00:23
Die suchen wir alle lieber Siggi!
Sag mir bitte Bescheid wenn du eine Quelle gefunden hast!

Wir diskutierten im XL-Kreis schon diverse Male wie wir eine schlechte Verzahnung retten können...

Hierzu muß das Schlackern des Rizels auf der Welle verhindert werden um weiteren Verschleiß zu stoppen oder zumindest abzubremsen.
Wenn wir damit die Lebensdauer der Welle um 30 oder 50 Tkm verlängern kann wäre schon einiges gewonnen.

Eine perfekte Lösung ist sicherlich der Ausbau der Welle, ein Aufschweissen mit recht hartem Schweissgut und nachfräsen der ursprünglichen Verzahnung.
Dies als Einzelbearbeitung ist sicherlich sehr teuer und nur bezahlbar wenn es einer in seiner Freizeit im Maschinenpark seiner Firma machen kann. In einen sinnvollen und bezahlbaren Bereich kommen wir nur, wenn wir eine Firma mit CNC-Schweissautomaten finden und gleich 20 oder mehr Wellen am Stück bearbeiten lassen. Bekommen wir die zusammen?
Bingo, du hast damit ein Projekt gewonnen! :wink: :idea:

Eine meiner XLs hatte als ich sie kaufte das Rizel mit der Welle verschweisst. Das ist dann die letzte Möglichkeiten mit einer völlig schrottigen Welle.
Solch ein aufgeschweisstes Rizel sollte man dann so lange am Leben erhalten wie möglich indem man die Kette und das Kettenrad so rechtzeitig erneuert, dass das Rizel länger hält als gewöhnlich. Dies soll jedoch keine professionelle Empfehlung von mir sein!
Vielen Dank für die einleuchtende Erklärung,mit diesem Thema setze ich mich das erste mal auseinander.Durch einen Zufall bin ich an meine XL500r gelangt.Ich restauriere seit 35 Jahren Mopeds und Motorräder aller Art.Dies ist schon eine härtere Nuss.Das kannte ich so noch nicht.Ich werde mich mal in die Materie reinarbeiten. Unter anderem arbeite ich seit 36 Jahren in der Werkzeugherstellung.Über das Aufschweißen werde ich mal in Ruhe Nachdenken.Das Fräsen ist weniger ein Problem.

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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von cbthimmi » 16. Juni 2020, 20:06

dirtyrusty hat geschrieben:
16. Juni 2020, 15:18
Hallo cbtimmi,

diese hier habe ich noch in der Garage liegen,
Bild

Bild

Bild

Keine Grate dran. Aussendurchmesser 25mm. Bei Interesse,melde dich.

Gruß Uwe
Genau so sieht meine Welle auch aus.Das hilft mir nicht wirklich weiter.Ich werde über eine Professionelle Reparatur des Wellenstumpfes nachdenken.Vielen dank für dein Angebot.

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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von cbthimmi » 16. Juni 2020, 20:12

hiha hat geschrieben:
16. Juni 2020, 08:14
Ist ganz einfach:
https://m.youtube.com/watch?v=Uo0NEIALnx0

:mrgreen:
Wobei das Schweissen noch das kleinere Problem, und IMHO selbst bei 100Stück noch kein CNC-Schweißautomat nötig ist. Mit WIG zähhart aufschweißen, dabei die restliche Welle kühl halten, und mit HM die Nuten fräsen. Von den Anforderungen her eigentlich keine große Herausforderung an eine mittelmäßig ausgestattete mechanische Werkstätte.
Gruß
Hans
Vielen Dank für deine Mithilfe.Ich denke auch das eine Reparatur der bessere Weg ist. Da ja eh alle suchend sind,ist die Erfolgsquote einer Reparatur vielleicht mehrerer defekter Wellen höher.

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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von volkerxl » 16. Juni 2020, 20:31

Wenn deine Welle so aussieht, hast du sicher noch ein paar km vor dir. Neben der Verzahnung finde ich den Zustand der Buchse, über den der WDR zur Abdichtung läuft mindestens genauso wichtig. Ist die Lauffläche zu arg verschlissen wird die ganze Sache undicht.
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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von hiha » 16. Juni 2020, 21:58

Wenn einer mal eine wegschmeissreife Welle loswerden will, bitte zu mir!
Danke,
Hans

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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von cbthimmi » 16. Juni 2020, 23:02

volkerxl hat geschrieben:
16. Juni 2020, 20:31
Wenn deine Welle so aussieht, hast du sicher noch ein paar km vor dir. Neben der Verzahnung finde ich den Zustand der Buchse, über den der WDR zur Abdichtung läuft mindestens genauso wichtig. Ist die Lauffläche zu arg verschlissen wird die ganze Sache undicht.
Mal schauen wie es weitergeht.Auf jeden Fall bin ich wieder ein wenig Schlauer geworden.Vielen Dank.

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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von thoxl » 18. Juni 2020, 20:09

Moin,

ganz ehrlich, wenn alle meine Welle so aussehen würden wie die oben wär ich zufrieden! Die fährt noch locker 5 stellig wenn die gut im Fett wohnt.....

Gruß Thorsten :tanz:
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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von Gabriel » 24. Juni 2020, 19:51

Tach Jungs

auf diese Art habe ich von einer Schwachstelle bei der 500er erfahren, die mir nicht bekannt war.
Ich habe ja nur'ne 600er, wie ihr wißt.

Wie lange hält denn diese GAW bei euch im Schnitt?
Diese Angabe habe ich nirgends finden können.
Habt ihr Mal 'ne Umfrage zum Daten sammeln gemacht?

Wie teuer war denn so eine Einzel-Wiederherstellung?
Gruß Gabriel
Mr. XL 2005 und XL600R PD03,
Aktueller Km-Stand: 228.000km
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Gabi ist wasserfest - ich habs gesehen!

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Re: Getriebeausgangswelle

Beitrag von hiha » 2. August 2020, 09:24

Hallo zusammen,
hab gestern ein bisserl am Schweißtisch geschwitzt, und die zwei vom Volker gelieferten Abtriebswellen mal mit WIG hart aufgeschweißt. Für die weitete Bearbeitung muss ich noch experimentieren. Drehen kann man das zähharte Zeug gerade noch, fräsen müsste mit HM eigentlich gehn, da steht der Test noch aus.
Das feine Schweißen mit dem 1mm-Draht geht jedenfalls sehr gut und zielgenau, nach jeder einzelnen Raupe hab ich die Welle runtergekühlt.
Fotos folgen, ein neuwertiges Ritzel brauch ich ja auch noch, zum Anpassen.
Gruß
Hans

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