Dekobenutzerveraechter hat geschrieben:Wäre nett wenn den Rückstau mal jemand fundiert erklären könnte.
Da ich ja nur Hobbyschreiner bin, wird's mit dem Rhohalbepiquadratamauslassventil nix, auch mit der fundierten Antwort wird's schiwerig, dafür ist's (für mich zumindest) schlüssig:
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Das Werkeln des Motors wird im wesentlichen durch die Menge des zündfähigen Luft/Kraftstoffgemisches in der Brennkammer beeinflusst (Kurzformel: Je mehr Sprit, desto mehr Bumms!). Solange aber noch alter Kram aus dem letzten Verbrennungstakt im Brennruam rumlümmelt ist weniger Platz für frischen Sprit. Das heisst je sorgfältiger der Motor ausatmet, desto umfangreicher kann er auch einatmen. Beim "Einatmen" denkt man an polierte EInlasskanäle, begradigte Ansaugstutzen und wenig Verwirbelungen auf dem Weg zum einlassventil. Das Ausatmen bleibt dabei meist auf der Strecke, da der Kram ja zum einen saudreckig ist und die polierrten Auslasskanäle gleich wieder verschmutzt, zum anderen ja der hochkommende Kolben schiebt und nicht saugt. Wie sollte man das unterstützen?
Wenn ich jetzt dafür sorge, dass neben dem ständigen Hin und Her des Kolbens auch die "Luftsäulen" vor und hinter dem Kolben entsprechend mitwerkeln, kann der Atemprozess deutlich unterstützt werden. Das ist auch ein Grund dafür, warum Vergaser und Auspuff aufeinander abgetimmt sein sollten. Im besten Fall hast Du genau eine Luftsäule, in deren Mittelpunkt der Kolben steht und alles wunderbar harmonisch, im Takt und synchron miteinander werkelt:
Der Kolben saugt beim Einlasstakt die durch die Schwinguing bereits leiucht verdichtete Luftsäule an, die ohnehin gerade auf dem Weg in Richtung Zylinder war. Dadurch wird der Füllungsgrad des Brennraums erhöht. Nach dem großen "bumm" streben nun díe Abgase beflügelt durch den nach oben kommendnen Kolben in Richtung Auspuff. Dieses Streben wird nuin unterstützt durch die im Auspuff herschenden Strömungen, die ebenfalls harmonisch in das Ensemble passen und netterweise gerade in Richtung Ausgang wogen. Auf diese Weise saugen sie am eben geöffneten Auslassventil und unterstützen so die Säuberung des Brennraumes von verbrannten Gasen.
Wenn ich aber den Auspuff hinten vollständig öffne, schwingt da nix, das macht nur Krach. Ergo. Kein Rückstau -> Dreck im Brennraum
[Labermodus aus]
Wenn mir jetzt die Motorexperten erklären, dass ich auch noch an den Nikolaus glauben soll, das wäre shliesslich auch absoluter Nonsens, tue ich das sofort und arbeite übers Wochenende ganz kräftig an meinem Weltbild. Dann sollen sie aber auch Marcos Frage beantworten!
Zum eigentlichen Thema:
Neben der Belästigung der Nachbarn, die man sicherlich auf zwischenmenschlicher Ebene relativieren oder zumindest erörtern kann ("Mok dat Ding ut, ick kümm di sonst glieks mo mit de Forke!"), lässt sich die Rennleitung nicht wirklich auf Diskussionen ein. Wenn Du Pech hast, legen sie Dir das Ding auf der Stelle sill und stellen es sicher. Wie Immerschraub richtig schrieb, ist die "Betriebserlaubnis futsch". Das heisst, Du bewegst ein nicht zugelassenes und somit unversichertes Fahrzeug im öffentlichen Verkehr. Das finden die gar nicht lusitg!
Und den DB-Killer "direkt wieder Einschrauben vor Ort" würden die Damen und Herren vermutlich als Riesenverarsche betrachten. Das ist ja, als wenn ich, nachdem ich eine Bank überfallen habe, nach dem Erwischtwerden vorschlage, die Kohle "vor Ort" einfach wieder zurückzulegen.
Im Ernst, die normale XL hat schon einen recht sonoren Klang, der wird sicher durch Sebring, Supertrapp und Co nicht schlechter. Wenn Dir das nicht reicht, mach Deine Versuche doch bitte auf Rennstrecken oder sonstigen abgesperrten Plätzen, an denen ich entscheiden kann, ob ich Deine tontechnischen Experimente würdigen oder dem Spektakel lieber fernbleiben möchte. Schönes Beispiel hierfür war der hoffnungsfrohe Schwalbe-Fahrer beim Sound-Contest des 2009er Treffens, der extra für den Contest seine Flöte abschraubte (mit mächtigem Erfolg!) aber wie selbstverständlich nach erfolgter Anerkennung und Messung diese wieder an die vorgeshene Stelle geschraubt hat, um dann mehr oder weniger unauffällig weiter auf dem Gelände rumzutuckern, wo wir auch gerne mal unsere Ruhe hatten.
Gruß, Klausi