Megacycle Nockenwelle Schrott

Schneller und Besser! Das wie und warum..... oder warum nicht....

Moderator: Kristian

Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon xl500doktor » 15. Mai 2017, 21:39

Hallo,
bereits gepostet bzw. erwähnt hatte ich das meine Megacycle Nockenwele meines 570ccm Motors total eingelaufen ist und das nach nur 5000km! Bin sprachlos und enttäuscht. Bislang wurde mir stets gesagt "Härtefehler" jetzt bin ich gespannt auf weitere Kommentare!

Gruß
Volker
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon xl500doktor » 15. Mai 2017, 21:44

Der Verschleiß ist eindeutig an dem Breich zu sehen wo die extremen Drücke, Belastung entstehen-bei geöffneten Ventilen! Die Welle ist in Ordnung bzw. kein Verschleiß bei geschlossenen Ventilen, Nocken unten! Linke Lagerfläche (in Fahrtrichtung) 80/100 eingelaufen! Öl war stets genügend-10W40 (möglicherweise zu dünn?) Ölkanäle peinlichst sauber und durchgängig! Nockenwelle hat am Nocken ebenfalls spürbar Verschleiß (höchste Stelle) als würde die Materialpaarung nicht 100% aufeinander abgestimmt. Meine Hartmetall-Kipphebel sind ohne Verschleiß! Bereits leichte Pittingbildung am Nocken! Möglicherweise entstanden durch unsaubere Laufeigenschaft, eiert-durch zu viel Spiel im Nadelager. Megacycle gibt eigentlich vor Kipphebel mit einzuschicken und da diese die Kipphebel mit dem entsprechenden passendem Material aufgeschweißen müssen.

Gruß
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon hiha » 16. Mai 2017, 06:43

Servus Volker,
erzähl doch mal, wie die Nocke heisst, über den Ventilhub Original zu dieser megacycle, was Du für Ventilfedern hast, und wieviel Enddruck sie erreichen. Sind die Nocken aufgeschweißt (das sieht man im Profil) und was für Kipphebel sind dagegen gelaufen (Hartblock oder Hartchrom)
Man könnte sie reparieren, das ist allerdings etwas Äktschn.

Edit hat grad im alten Pfred gesehen: Megacycle 144-20. Hat 10,4mm Ventilhub, Original dürften so 8,3mm sein, oder? Zitat aus dem MC-Katalog: "Must use modified springs, guides and piston."

Gruß
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon xl500doktor » 16. Mai 2017, 07:24

Hallo Hans,
ich hatte diesen Ventilfedersatz ( #210-HC R/D valve spring kit with cr/moly tops and guides.) verbaut- genau dieser ist gem. Megacycle beim Einbau der verwendeten Nockenwelle (144-20) zu verwenden. Ich habe leider zum Vergleich "Originalfedern Honda" damals keine Messungen (Federkraft) durchgeführt. Dieses werde ich in den nächsten Tagen einmal nachholen.

Vertrieb/Hersteller: http://www.rdvalvespring.com/

Hier noch einmal die Steuerzeiten/Hub meiner verbauten abgebildeten Nockenwelle.

CAM VALVE DURATION LOBE INTAKE OPEN/CLOSE RUNNING
NUMBER LIFT AT .040" CENTERS DESCRIPTION AND APPLICATION EXHAUST OPEN/CLOSE / CLEARANCE

144-20 .408" (Nockenhub 10,36mm) 276° 100° Must use modified springs, guides and piston. 38 btc/58 abc .004" (Ventilspiel 0,1016)
.408" 276° 100° Best all around cam TT, fast desert riding, 58 bbc/38 atc .004"
road racing. Wide smooth power band.

Ob eine Reparatur sinnvoll oder überhaupt möglich ist muss ich noch erfragen. Vielleicht könnte man die Lagerstellen aufspritzen lassen (Metco-Verfahren o.ä.) Nocken überläppen-Nitrieren etc.


Gruß
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon tommot » 16. Mai 2017, 08:39

Du scheinst ja alles richtig gemacht zu haben was nötig war .
Willst du nicht mal bei Megacycle nachhaken , was die dazu sagen ?
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon tommot » 16. Mai 2017, 09:00

Hattest du eigentlich die Ventilführungen gekürzt ?
Wenn da die Kipphebel aufgesetzt hätten (durch den erhöhten Hub)
würdest du es ja auch jetzt bei Demontage gesehen haben ...

Hatte neulich bei einem Ktm 625 Motor den ich gemacht habe festgestellt, das (nach 15.000km allerdings - trotzdem bemerkenswert wenig ! - deren Ventilfedern sehr stark waren verglichen mit xl500s std und der Hub auch um die 10/11mm ca ),
eine Kipphebelrolle (mit Lager, die über die Nocke rollt) sehr rauh also kaputt war.
Nun bekommt dieser Kopf allerdings nur Schleuderoel (was mich erstaunte) von der Steuerkette.
Ausserdem ist bekannt das dort auch immer die Lager der Nockenwelle (eins Nadellager, das andere Kugellager ordentlicher Größe, mit Kunststoffdichtlippen - weiß grad die Bezeichnung nicht, jedenfalls auch komisch !)
kaputt gehen.

Denke aber das die da einen Fertigungsvorgang (Härtung) vergessen haben ...
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon tommot » 16. Mai 2017, 09:01

Meinte bei dir ... das mit der Härtung
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon xl500doktor » 16. Mai 2017, 09:14

[b]Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitrag von tommot » Di Mai 16, 2017 9:00

Hattest du eigentlich die Ventilführungen gekürzt ?

Ja, ich habe entsprechend kürzere Ventilführungen verbaut, diese liegen 3mm tiefer im Vergleich zu den Originalen!

Gruß Volker
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon hiha » 16. Mai 2017, 09:30

Schaut schon ein bisserl nach zu dünner Einsatzhärteschicht aus. Die bricht dann ins weiche Untergrundmaterial durch. Da die Welle eher dünn ist, kann mans wohl eher nicht reparaturschweißen. Vielleicht gibts eine andere Methode, wenn die Nocken noch gut sind.

Gruß
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon aonrobert » 16. Mai 2017, 21:39

Hallo Volker

'scharfe ' nocken wellen bedingen auch eine hohe flächenpressung was wiederum u. a auch die anforderungen ans öl erhöht....die scherfestigkeit von öl hat etwas mit der viskosität zu tun...motoröle werden auch oft additiviert ( zink-phosphor, schwefelverbindungen,...) damit extreme drücke (hohe flächenpressung,..) möglich werden...mehrbereichsöl altern leider auch stark und die kombi motor-getríebeöl = eins ( ist bei der XL so).....fördert dies noch.....vermutlich ist das 10-40 nicht ausreichend f. die vorliegende flächenpressung und sonstige betriebsbedingungen (temperatur!)
ich persönlich vervende eine 1:1 mischung auch 5W40 und 10W60 vollsynthetisch mit 1% Liqui Moly MOS2 öladditiv.....mit einem wechselinterval von 1500Km (fahr ich leider kaum :-( ) bzw. 1 jahr
weil ich hatte trotz umgebauter schmierung (bei mir kommt das öl über bohrungen in die nockenwelle, die wiederum auf der auflaufseite und bei den lagern bohrungen hat....)nach nur 500km ! bei einer umgeschliffenen nockenwelle bei meinem 570ziger an den nocken ! schon was sichtbares..hab ich wegpoliert und seitdem mach ich die ölgeschichte wie beschrieben...vorher war nur 5W40 vollsynthetisch drin, mit 1500 km / 1 jahr intervall........ein recht grosser ölkühler hält meine öltemperatur so zwischen max. 90-95 °C (gemessen beim ölmesstab).....

gruss

Robert

werkstoffpaarungen (in dem fall kipphebel -nockenwelle, lagermaterial-nockenwelle...) spielen auch eine rolle, und klar kanns auch die härteschicht sein....aber ich persönlich tipp aus eigener erfahrung eher auf den schmierstoff....
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon hiha » 17. Mai 2017, 09:39

aonrobert hat geschrieben:'scharfe ' nocken wellen bedingen auch eine hohe flächenpressung was wiederum u. a auch die anforderungen ans öl erhöht....die scherfestigkeit von öl hat etwas mit der viskosität zu tun...motoröle werden auch oft additiviert ( zink-phosphor, schwefelverbindungen,...) damit extreme drücke (hohe flächenpressung,..) möglich werden...mehrbereichsöl altern leider auch stark und die kombi motor-getríebeöl = eins ( ist bei der XL so).....fördert dies noch.....vermutlich ist das 10-40 nicht ausreichend f. die vorliegende flächenpressung und sonstige betriebsbedingungen (temperatur!)


Stimmt hier aber nicht, denn die Nocken sind ja noch ziemlich gut, nicht aber die Flächen, auf denen das Nadellager abwälzt. Da diese Lagerart im wirklichen Leben mit Nebelschmierung auskommt, hat das mit Öl sicher nix zu tun. Ansonsten stimme ich Dir voll zu, besonders ZDDP, was heut wegen Kat-Vergiftung nicht mehr so reichlichwie früher im Öl zu finden ist, hilft unseren heissen Nocken zu überleben.
Ausserdem lasse ich die Schlussfolgerung "scharfe Nocke=hohe Pressung" nicht so einfach gelten. Ich kann eine Tuningnocke sogar so auslegen, sodass ich weichere Federn fahren darf als Original. Die höhere Pressung kommt dann nur wegen höherer Drehzahl an der Anstiegsflanke.

ich persönlich vervende eine 1:1 mischung auch 5W40 und 10W60 vollsynthetisch mit 1% Liqui Moly MOS2 öladditiv.....mit einem wechselinterval von 1500Km (fahr ich leider kaum :-( ) bzw. 1 jahr
weil ich hatte trotz umgebauter schmierung (bei mir kommt das öl über bohrungen in die nockenwelle, die wiederum auf der auflaufseite und bei den lagern bohrungen hat....)nach nur 500km ! bei einer umgeschliffenen nockenwelle bei meinem 570ziger an den nocken ! schon was sichtbares..hab ich wegpoliert und seitdem mach ich die ölgeschichte wie beschrieben...vorher war nur 5W40 vollsynthetisch drin, mit 1500 km / 1 jahr intervall........ein recht grosser ölkühler hält meine öltemperatur so zwischen max. 90-95 °C (gemessen beim ölmesstab).....


Zum MoS2-Öladditiv: Ich wär da vorsichtig, wegen Ausschleuderung in der Kurbelwelle, und Ablagerung an ungünstigen Stellen. Aber wenns bei Dir geht, ists ja gut.
Ich schütt (besonders bei selbstgefrästen Nocken und so experimentalzeugl) ganz gern das Redline brake-in-Additiv rein, da gibts einen Händler in D.
https://www.redlineoil.com/product.aspx?pid=121

Gruß
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon PeterB » 17. Mai 2017, 22:34

Keine ausreichende Schmierung während der ersten Takte nach dem Einbau?

beste grüße
peterb
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon hiha » 18. Mai 2017, 09:04

Das würde Nocken und Kipphebel sofort und total runineren, nicht aber die Nadellagerung.

xl500doktor hat geschrieben:Bereits leichte Pittingbildung am Nocken! Möglicherweise entstanden durch unsaubere Laufeigenschaft, eiert-durch zu viel Spiel im Nadelager. Megacycle gibt eigentlich vor Kipphebel mit einzuschicken und da diese die Kipphebel mit dem entsprechenden passendem Material aufgeschweißen müssen.

Die Materialpaarung mit den originalen neueren Hartblockhebeln und Megacycle funktioniert NUR DANN, wenn es eine aufgeschweißte Megacycle ist. Schau doch mal, wie das bei Deiner ist, und zeig ein Nockenfoto im Profil. Auf obigen Fotos kann mans nicht gescheit erkennen. Bis vor ein paar Jahren waren die "billet steel" Wellen noch nicht zusätzlich an den Nocken aufgeschweißt, sonder nur gehärtet oder nitriert, und das hat immer wieder mal für Laufprobleme gesorgt (weiß ich jetzt nur von XT500 und 600) weshalb die "billet steel"-wellen jetzt auch meist aufgeschweißt sind (ausser für Rollenhebelnocken, da isses wurscht)
Wenn ich Hartblockhebel gegen Stahlnocke verwendete, gab es bisher immer Schrott, egal was für Öl, was für Additive und was für Tricks. Nur mit WC:C-Beschichtung der Nocken hielt das Ganze etwas länger.

Nochwas fällt mir grad ein: Die Überlastung des Ventiltriebs kann nicht nur durch zu harte Federn, sondern auch durch klemmende Ventilschäfte in den Führungen auftreten. Normalerweise hat man dann aber Abdrücke auf dem Kolbenboden.

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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon timundstruppi » 18. Mai 2017, 09:38

Das Klemmen kommt durch zu viel Spiel in den Führungen?
Irgendwie habe ich zwei Kolben, wo das der Fall war, aber auch durch ein Überspringen der Steuerkette. 4 Abdrücke
Die Schmierung ist ja kaum vorhanden.
Wie weit dürfen sich die Ventile denn radial bewegen?

Ich bin immer noch am Planen mehr Öl in den Kopf zu bringen:
- Ölkühler
- Ansaugen oberhalb des Minimumstanden (Sicherheit bei Undichtigkeit)
- elektrische Pumpe, daher bedarfsgesteuert, Vorförderung auch möglich

Die hier:
http://www.ecotrons.com/products/small_ ... bocharger/

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loud pipes save lives
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Re: Megacycle Nockenwelle Schrott

Beitragvon hiha » 18. Mai 2017, 10:44

timundstruppi hat geschrieben:Das Klemmen kommt durch zu viel Spiel in den Führungen?

Das kann auch durch viel zu viel Spiel kommen, meistens aber wegen zu wenig. Speziell Umbauten von originalen Grauguss auf Buntmetallführungen können eine neue Spielermittlung notwendig machen. Können, müssen nicht. Vor Allem muss man Buntmetallführungen nach dem Einschrumpfen durchreiben, da sie sich elastisch stärker verformen als GG, und dadurch die Bohrung in der Mitte enger wird.

Irgendwie habe ich zwei Kolben, wo das der Fall war, aber auch durch ein Überspringen der Steuerkette. 4 Abdrücke

Kann aber auch überdreht worden sein, zu schwache federn, eckig verschlissene Nocken... Springende Ventile jedenfalls.

Die Schmierung ist ja kaum vorhanden. Wie weit dürfen sich die Ventile denn radial bewegen?

Das ist wirklich Mikroschmierung, und in erster Linie die richtige Materialauswahl. Spezielle Ventilführungsbronzen verhindern ein Fressen auch ohne Öl, und der speziell Grauguss ist eigentlich ein super Führungsmaterial.
Das Radialspiel ist systemabhängig (ich sag absichtlich nicht "werkstoffabhängig") Üblicherweise brauchen Graugussführungen in Aluköpfen ein kleineres Spiel als Buntmetallführungen.

Ich bin immer noch am Planen mehr Öl in den Kopf zu bringen:

Bringt in erster Linie einen kühleren Kopf. Es wird aber keine grundsätzlichen/basalen Reibpaarungsprobleme zwischen Nocke und Kipphebel lösen. Das Megacycle-Zeug auf Nocke und Hebelgleitfläche funktioniert vieltausendfach bewährt einwandfrei, solange keine Überlastung auftritt, und solange die initialschmierung unmittelbar nach der Erstmontage gestimmt hat. Es ist eine Nickelbasis mit Chrom und Bor, die dann beim Aufschweißen Chromboride bilden. Das Zeug ist nicht zu hart, hat super Gleiteigenschaften, und hohen Widerstand gegen Adhäsivverschleiß. Es läuft auch prima gegen "sich selbst", also gegen Kipphebel mit der gleichen Materialaufschweißung.

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