Ist ja wirklich ein echter Dauerbrenner, das Thema XLS und 12 Volt!
Der Roebi-Regler ist darauf ausgelegt, aus einer Spule mit Mittenanzapfung (denn eine solche hat die XT) das Optimum heraus zu holen und schafft dieses offenbar auch. Das macht diesen Regler aber nicht automatisch dafür geeignet, auch eine XLS optimal zu bedienen.
Besser finde ich es, die Gegebenheiten der XLS zu nutzen, sprich die beiden stromerzeugenden Spulen voneinander getrennt zu halten und auch getrennt zu regeln.
Für den Lichtstromkreis bedeutet das: Es wird ein Spannungsbegrenzer benötigt.
Für den Batteriestromkreis brauchen wir hingegen einen Ladestromregler.
Beide Baugruppen kann man einzeln einsetzen (wie bei der XLR), aber es gibt sie auch zusammen in einem Gehäuse. Vorschläge hierfür finden sich unter
http://www.motelek.net/schema/spannung/ , einsetzbar sind grundsätzlich alle, die als "Spannungs und Laderegler für zwei getrennte Energiequellen" bezeicnet werden, z.B. ein Shindengen SH610C-12 unter
http://www.motelek.net/schema/spannung/ ... inout3.png . Billige Chinanachbauten findet man in der Bucht, wenn man nach dem Fahrzeugtyp fahndet, z.B. Peugeot SV 125. Was diese Billigteile auf Dauer aushalten können, kann ich nicht beurteilen, aber einen halbstündigen Probebetrieb hat so ein Teil an meiner XL250S überlebt.
Mein Favorit ist aber der R54 von Firma Vape. Er stammt aus einer 12 Volt Simson, ist im gutsortierten Ostmopedhandel erhältlich, z.B. hier
http://www.mopedersatzteil.de/Elektrik/ ... 11053.html zu einem akzeptablen Preis von etwas über 30 Euronen. Er schien mir der leistungsstärkste seiner Art zu sein (angeblich verdaut er bis zu 200 Watt) und bildet daher die Basis meines Umbaus, den ich letztes Jahr durchgeführt habe.
Um einen der beiden genannten Regler einzusetzen, bedarf es nur einer entscheidenden Beschaltungsänderung der Lichtmaschine: Auch die Batterieladespule, im Originalen massefrei, muss einseitig an Masse angeschlossen werden. Dieses kann innerhalb der Lichtmaschine erfolgen wie bei der Lichtspule auch, zwingend notwendig ist das nicht. Ich habe den Masseanschluss außerhalb realisiert. Welcher Anschluss, so scheints, ist egal; zumindest habe ich messtechnisch keinen Unterschied festellen können. Ich habe mich daher für den gelben Anschlussdraht entschieden.
Die Beschaltung des Reglers ergibt sich aus
http://www.motelek.net/schema/spannung/ ... inout4.png , das Ergebnis, so finde ich, ist durchaus zufriedenstellend. H4 55/60 Watt kann man im Scheinwerfer haben, wenn man mit einer leicht schwächeren Lichtausbeute bei niedrigen Umdregungen leben kann. Da ich viel Stadtverkehr fahre, ziehe ich allerdings die 40/45 Watt-Variante vor. Ich habe Rück- und Standlicht in den Batteriestromkreis geschaltet, beide werden bei ca 1200 U/min bereits vollversorgt, darüber hinaus fließt ein zunehmender Ladestrom bis maximal ca 2 A.
Ich kann mit dem Ergebnis gut leben, werde mich aber demnächst noch an einer Umwicklung der Lichtspule speziell für H4 55/60 Watt versuchen, damit sich der H4-Reflektor auch wirklich lohnt.
In der Hoffnung, etwas Nützliches beigetragen zu haben...
Gruss
Matthias