Kopfdichtung wechseln ohne Motorausbau

Hier können Reperaturfragen gestellt werden. Wie wird was wieder repariert?

Moderatoren: Kristian, tester_änderung

tomtom24
XL Guru
XL Guru
Beiträge: 378
Registriert: 13. Oktober 2007, 22:34
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von tomtom24 »

exydu hat geschrieben: ich bin Konstrukteur - einen Motor zu bauen, bei dem man um den Motorenbau nicht herumkommt beim Zylinderkopfwechsel ist aus wartungssicht eine Fehlkonstruktion.
Die Wartung ist zweitrangig. viele Motoren müssen ausgebaut werden um die Kopfdichtung zu wechseln. Meine 750 lässt mich nichtmal den Ventildeckel abnehmen ohne ausbau des Motors. Haste mal ne Ducati angeschaut? Da muss sogar die komplette Verkleidung auf einer SEite weg um die Batterie zu wechseln (die übrigens voll in der Abwärme des MOtors hängt und gerne überhitzt).

Gruß

Tom

PS: Der Motor hängt an ca. 8-10 Schraubverbindungen. das ist echt ne KLeinigkeit. In der zeit kannste beim SMART ncihtmal ne Fahrlichbirne wechseln Bild
When I was a kid I used to pray every night for a new bicycle.
Then I realised God doesn’t work that way, so I stole one and prayed for forgiveness.
Caffeegrande
ab - und zu Schreiber
ab - und zu Schreiber
Beiträge: 75
Registriert: 20. Januar 2008, 14:18
Wohnort: Weiterstadt

Beitrag von Caffeegrande »

N,Abend Leute, zum Thema Zylinderkopfdichtung hatten wir ja jetzt glaube ich schon alles und den Verfechtern der Metalldichtung muss ich absolut recht geben, ich habe selbst eine auch schon mehrmals verbaut und die hielt sogar dicht. Andererseits sollte man die Pappdichtung aber auch nicht Verteufeln, ich hab diese vor ca. 30 Tkm in meiner FT verbaut und die ist immer noch Dicht. Muss natürlich nicht bei jedem hinhauen aber ich bin warscheinlich ein Glückspilz. Übrigens hab ich die Pappe auch schon ca. 2000 Km in meiner 500 R ..........................................Dicht!

Einzylindrige Grüsse aus Hessen!
Wer in meinen Beiträgen Fehler findet darf sie behalten!
Dekobenutzerveraechter
XL Assistent
XL Assistent
Beiträge: 157
Registriert: 19. Februar 2008, 20:30
Wohnort: St Bernhard

Beitrag von Dekobenutzerveraechter »

Ob der XL Motor aus wartungssicht eine Fehlkonstruktion ist muss wohl jeder für sich beurteilen, vor allem die Konstrukteure. Vielleicht könnte ich sogar ansatzweise zustimmen, aber nicht weil der Motor raus muss um den Deckel(Kopf) abzunehmen, sondern weil im Hauptsrom ein echter Ölfilter fehlt. Mir ist kein gängiges 4-T Motorrad bekannt bei dem ohne Motorausbau, der (die) Kopf(Köpfe)runter genommen werden kann (können). Zumal sich der Aufwand ja doch sehr in Grenzen hällt bei der PD01/02.
Also in Relation z.B. zum Zahnriemenwechsel bei einem TT oder 328GT(S)O oder 124JTD. Dort wird unabhängig davon ob ein Schaden vorhanden ist oder nicht, der Mechaniker gezwungen den Motor auszubauen um Wartungsarbeiten!!! vorzunehmen. Da sind wir doch noch richtig gut bedient oder? Arbeiten bei Audi, Ferrari und Fiat nur Flachzangen in der Konstruktion? Ich weiss es nicht. Aber darum geht's hier wohl auch gar nicht.
@CG, natürlich muss die Pappdichtung nicht zwangsläufig die schlechtere Wahl sein wenn's low cost sein soll, da hast Du recht. Wenn ich aber den Moror einmal offen habe, die kritischen Teile wie oberes Pleullauge, Kolbenbolzen 20er Nockenwellenlager, Nocken und Kipphebel begutachtet habe, evtl. ersetzt oder ausgebuchst habe und evt. auch mal ne Alpentour mit dem Motor fahren möchte, dann sind die 20EU Einsparpotential von der Papp- zur Blechdichtung meiner Ansicht nach ganz schön relativ. Ich versuche mich zur Zeit an diversen Reparaturmöglichkeiten für den besagten 20er Lagersitz der Nockenwelle im Kopf (der Deckel ist ja eh nie eingelaufen). Da nehm ich natürlich auch nur die Pappdichtungen für die Versuchsmotoren. Wie schon geschrieben, sind die auch bedingt dicht. Aber wenn's extrem wird und die Vollastetappen mal über 2 Min am Stück hinausgehen sind sie meist im Eimer. Das können die Blechdichtungen wesentlich besser ab.

Gruß

Marco
Benutzeravatar
volkri
XL Guru
XL Guru
Beiträge: 843
Registriert: 24. Oktober 2005, 19:04
Wohnort: Altena Sauerland

Beitrag von volkri »

exydu hat geschrieben: das mit dem Stehbolzen - den ich in ruhe lassen soll - hat mich überzeugt.
Hi,
ist grundsätzlich richtig. Du weißt allerdings nicht, ob deine Vorgänger den Stehbolzen auch in Ruhe gelassen haben.
Den Stehbolzen gibt es übrigens bei der letzten Evolutionstufe des Motors (FT500) nicht mehr (hab ich mir zumindest sagen lassen :roll: ).
Nachdem bei mir sämtliche Gewinde des Deckels neu gemacht waren, hat es letztendlich den Stehbolzen rausgegniedelt. Ist leider mitten auf ner 1.500km-Tour aufgefallen und war ne ziemliche Sauerei, die mich gottlob nur etwas Extra-Öl gekostet hat.
Dann musste der Deckel wieder runter...nur wegen des Stehbolzens, der darüber hinaus noch in einem lustigen M7-Gewinde sitzt.
Über die Möglichkeit, diesen durch eine entsprechend gedrehte Schraube (welche die Pass-Funktion mit übernimmt) zu ersetzen, haben wir hier schon diskutiert.
Es gibt einige XLs, die anstelle des Bolzens eine normale 8er Schraube drin haben...da ist allerdings nicht viel von zu halten.
exydu hat geschrieben:Wenn ich den motor dann draussen habe - was ist das endgültige Setup für endlose Dichtigkeit?
Welches Drehmoment - welche Dichtmasse - irgendwelche Beschwörungsformeln?
Wenn du es richtig machen willst:
Motor raus
alle Gewinde neu
Metalldichtung
Drehmoment exakt einhalten
Elastosil (gibt´s bei Erik, und hält)

Gruß
Volker 8)
Vorderrad nie kleiner als erlaubt ;)
Antworten