Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Hier kann über alles Mögliche geplaudert werden was mit und um unsere XL zu tun hat

Moderator: Kristian

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TTausLübeck
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Re: Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Beitrag von TTausLübeck »

Würde dir auch 10 abnehmen :ja:
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Ein Tag ohne motorradfahren ist verloren...
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Kristian
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Re: Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Beitrag von Kristian »

Durch Verlöten kann zwar mit höheren Kräften am Kabel gezogen werden eh die Litze sich vom Stecker trennt jedoch führt der Lötprozess zur höheren Korrosions- und Knickbruchanfälligkeit der Verbindung.

Daher wird in der Industrie (fast) nicht gelötet sondern gekrimpt!

Allerdings mit sehr hochwertigen, einstellbaren Zangen (über 200€) die perfekt auf die jeweilige Verbindung eingestellt und regelmäßig getesten werden müssen. Hierzu werden Probekrimpungen auf einem Prüfstand auf Zugfestigkeit getestet.

Also wenn man gut krimpen kann und hochwertiges Material hat ist dies die bessere Lösung.

Was sagt Günter als Experte dazu?
Bub, bub, bub...
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guenter HH
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Re: Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Beitrag von guenter HH »

Jogi.R hat geschrieben:
guenter HH hat geschrieben:Seitdem crimpe ich möglichst und verlöte die Anschlüsse meist noch.
Durch das Verlöten entsteht hinter dem Stecker ein Schwachpunkt, an dem das Kabel bricht.
Und zwar genau dort, wo der Übergang von Lot zu blankem Kupfer ist.

Das kann man an Geräten wie Bohrmaschinen oder ähnlichem machen, an denen keine solchen Schwingungen entstehen,
an Fahrzeugen ist es aber absolut unüblich.

Ansonsten gibt es diverse Hilfsmittelchen wie Kontakt 60 und ähnliches, das einer Oxydierung vorbeugt.

Wenn eine gecrimpte Verbindung nicht hält, taugt das Werkzeug nix.

Gruß - Jogi ®
Grundsätzlich haben Jogi und Kristian recht, wenn sie sagen, dass in der Industrie (soweit mir bekannt) meist nur gecrimpt wird. Die Gründe dafür kenne ich nicht. Vielleicht auch ein Kostenfaktor.Und: Man braucht gutes Material und Werkzeug.
Bin auch kein Fachmann wie ein Ingenieur, nur Anwender.
Allerdings weiß ich, dass auch an Elektrowerkzeugen mit starken Schwingungen oft gelötet wird. Zudem gibt es bei einer Crimpung 2 Stellen, wo das Kabel vom Flach-, Rundstecker oder Kabelschuh umarbeitet wird. Einmal an der Seele oder Litze des Kabels direkt auf dem Kupfer, und einmal auf der Isolierung. Wenn die Litze verlötet wird, ist das Kabel immer noch von den zweiten Laschen auf der Isolierung geführt. Eventuelle Bruchstellen dürften meiner Ansicht nach dann nur am Ende der Kupferummantelung entstehen. Wenn das Lötzinn drüber raus fließt in Richtung Isolierung, kann meiner Ansicht nach nichts passieren. Ich habe viele Crimpungen an Fahrzeugen gelötet, und noch nie einen Bruch gesehen. Lasse mich aber gerne belehren, wenn jemand sowas gesehen hat. Bei gequetschten Kabelschuhen mit nur einer Ummmantelung des Kabels am Kupfer, direkt am oder im Motor, wäre ich vielleicht vorsichtiger.

Gruß Günter
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timundstruppi
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Re: Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Beitrag von timundstruppi »

Die Crimpverbinder lassen sich gegurtet gut maschinell automatisiert verarbeiten. Quetschverbinder sind aber noch üblich, aber eher als Schüttgut. Alle Verbinder halten ohne Lötung bei bestimmungsgemäßer Verwendung. Das schließt auch das Befeuchten und Benetzten mit Ölen und sonst was mit ein. Verbinder gehören im Bereich der Maschinen (DIN EN 60204) in einen elektrischen Einbauraum mit mindesten IP43 und es sind genaue Anforderung an maximal zulässige Vibrationen und Abfangen des Kabel und Leitungen angegeben. Es handelt sich aber meist um Schraubklemmen und Litze, die mit Aderendhülsen versehen sind.
Weicht man davon ab, hat man andere geeignete Verbinder zu nehmen oder Ersatzmaßnahmen anzuwenden. In unseren Motorrädern liegen andere Voraussetzungen vor. Hier ist Feuchtigkeit etc. und ggf. Zug und Bewegung auf die Verbinder vorhanden. An Öldruckschaltern im PKW-Bereich (alt) haben sich Kabelschuhe teilweise richtig in die Zungen durch Vibrationen eingearbeitet. Man kann aber sagen, dass die Verbinder für die geplante Lebenszeit halten. Diese ist nun schon lange bei der XL überschritten. Also ist das Löten und/oder Konservieren schon eine geeignete Ersatzmaßnahme. Wichtig ist, dass das Kabel abgefangen wird und sonst nicht mechanisch beansprucht wird.
Gruß Tönnies
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Thorsten_vom_Deich

Re: Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Beitrag von Thorsten_vom_Deich »

O.k.: Also möchten je 10 Doppelstecker haben:

- Thorsten vom Deich
- Günter
- TT
- Dominik


Sonst noch jemand ?

(10 Stück sind dann noch zu haben)
Jogi.R
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Re: Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Beitrag von Jogi.R »

Also, wenn jemand unbedingt die Stecker verlöten möchte, sollte er darauf achten,
dass er das Lot vom Stecker her einbringt und die Aufheizzeit nicht zu lange dauert.

Auch der richtige Lötkolben ist wichtig: Ist er zu schwach, muss man zu lange heizen und das Lot wird zu weit eingesogen.

Auch ist bei manch billigem Baumarktlot die Flussmittelseele recht aggressiv, was die Verbindung später durch Korrosion wieder zerstört.

Bei mir sind die Stecker für Leerlauf und Impulsgeber auch schon ziemlich zerfleddert aber hatte dort noch nie einen Defekt.

Der Einzige war bei mir wie gesagt eine malade Masse-Verbindung zum Lenkkopf, die ich um eine feinstädrige Litze mit 1,5mm² ergänzt hatte.
Seitdem ist Ruhe.

Und mein Moped ist weder gepflegt (optisch) noch übermässig gewartet.

Gruß - Jogi ®
Wenns nicht mehr klappert, ist es kaputt.
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dc-smith
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Re: Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Beitrag von dc-smith »

Hallo Thorsten,

nehme gerne auch zehn Stecker.

Schöne Ostern,
Frank
dc-smith

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Thorsten_vom_Deich

Re: Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Beitrag von Thorsten_vom_Deich »

dc-smith hat geschrieben:Hallo Thorsten,

nehme gerne auch zehn Stecker.

Schöne Ostern,
Frank
Moin Frank !

Super ! - Dann bestelle ich die Stecker jetzt !

Es bekommen dann je 10 Stück:

- Thorsten vom Deich
- Günter
- TT
- Dominik
- DC Smith

Grüße

Thorsten
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timundstruppi
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Re: Rundsteckerverteiler, wo beziehen ???

Beitrag von timundstruppi »

Zum Löten:
Es gibt verschiedene Lote. Ich nehmen meist Elektroniklot mit 60% Sn Anteil und schonendem Flussmittel.
Leider hat man auch mal recht korrodiertes Kupfer, da schon Feuchtigkeit in das Kabel eingedrungen war. Hier muss man dann viel Lot nehmen, da das Flussmittel reduzieren Wirkung auf das Oxid hat. Dann wird allerdings das Kabel hart und bruchempfindlich. Wenn das Kupfer schon schwarz ist, sollte das Kabel entsprechend gekürzt werden. Das sind aber auch mal 50 cm, so dass man das Kabel noch verlängern muss.

Bei Leiterplatten:
Die Flussmittelreste ziehen aber Fertigkeit an und es fördert wiederum dann die Korrosion.
Man sollte nicht Lötwasser und Salmiaksteine verwenden. Sollte nur bei Tiffanylampen und Dachrinnen verwendet werden. :lach:
Löthonig hingegen geht sehr gut (SMD ICs).
Flussmittel lässt sich mit Spiritus (Brand- und Suchtgefahr) abwaschen.

Gruß TW
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