was man mit Ensats so alles falsch machen kann

Hier kann über alles Mögliche geplaudert werden was mit und um unsere XL zu tun hat

Moderator: Kristian

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Scooterbc
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was man mit Ensats so alles falsch machen kann

Beitrag von Scooterbc »

mein Vorbesitzer war sicher guten Willens, hat aber trotzdem beim Einsatz von Ensatbuchsen Fehler gemacht. Hier mal 2 Bilder was passieren kann wenn man sich nicht an grundlegende Regeln hält:

Bild 1
zu wenig Fleisch bzw. zu große Ensat gewählt, danach mit 2- K Kleber die ganzem Teile angeklebt und das Beste, der Kleber hat gehalten

Bild2
Ensat richtig eingesetzt, dann aber zu lange Schraube reingedreht, dabei ist das Gehäuse gerissen. Toll wieviel Kraft so ne Buchse übertragen kann.
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Scooterbc
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Beitrag von Scooterbc »

und Bild 2
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hiha
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Beitrag von hiha »

Jo, ich weiss schon, warum ich kein besonderer Freund dieser Dinger bin. Und wenn ich mal eines einbaue, schneide ich das Gewinde zumindest grob vor. Viel lieber hingegen sind mir die HeliCoils. Schon vielhundertmal verbaut, und bisher noch nie Probleme gehabt. Bis auf die Zylinderzuganker der XT600. Aber selbst da hättens wohl Längere gebracht.
Für einen XL-Kopfdeckel hab ich vor >20 Jahren lange selbstsichernde Bronzecoils verbaut, die hat mir ein Satellitenbastler von (damals hieß das noch) MBB mitgebracht. Da fressen sich nichtmal Titanschrauben. Leider starb der Motor 20.000km später an Pleuelabris...

Gruß
Hans
omagott
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Beitrag von omagott »

Ensats sind ja auch nicht wirklich selbstschneidend, nur in Leichtmetallen und in Kunststoffen. Unser Maschinenbauer setzt solche Buchsen nur nach vorschnitt des Aussengewindes. Wenns wirklich sicher halten muss kommt noch etwas Loctite 648 drauf.
Und wenn man schon Ensats verbaut dann nur nachdem die Helicoils, aus welchem Grunde auch immer, nicht verwendet werden konnten. Helicoils lassen mehr Fleisch stehen und sind eh besser und geiler.
Schlecht reden über Helicoils tun eigentlich nur die die zu Doof zum setzen ebenselbiger sind. :wink:

Gruß,
die liebe Oma
Hammer: Werkzeug, das sich aus einer primitiven Schlagwaffe entwickelt hat. Der Hammer wird als wünschelrutenähnliches Gerät genutzt, um das teuerste Teil zu finden das in der Umgebung des Teils liegt welches man eigentlich treffen wollte.
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alttec
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Beitrag von alttec »

Hallo,

ich schliesse mich Eurer Meinung an und verwende Ensat auch nur im Notfall.

Aber die Diskusionen hatten wir ja schon zigmal. :)
Schöne Grüsse

Erik
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tommot
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Beitrag von tommot »

Hi
Es bestätigt sich immer wieder.
Bei der kleinsten Schei... kann man richtig Mist bauen wenn man
nicht jede Kleinigkeit bedenkt.
Kennen wir alle, nicht wahr :roll:
Das fällt mir immer ein wenn Leute so locker grosskotzig
über kleine Arbeiten reden die ja schnell gemacht sind.
Was sagt Rick Siemann in seiner kleinen Gesetzteskunde:
" Hinter jedem kleinen Problem sitzt ein grösseres das darauf warte
rauszukommen ... "
Munter bleiben, M
" You never know how fast you can go -`til you fall down ! " Dave Aldana
Der_Immerschraub

Beitrag von Der_Immerschraub »

ich sag mal beide haben ihre berechtigung je nachdem was man grade damit machen will :lol:
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rubus
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Beitrag von rubus »

Ich frage mich nur, was die beiden Beispiele für gröbste Vergewaltigung des Materials mit der Eignung von Ensatbuchsen zur Gewindereparatur zu tun haben...
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hiha
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Beitrag von hiha »

rubus hat geschrieben: ...Beispiele für gröbste Vergewaltigung des Materials...
Du meinst die XL500 damit? Hmm. Ein bisserl übertrieben, oder?
:D
Hans
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rubus
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Beitrag von rubus »

Mag sein, aber nur ein klein wenig. ;-)
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Kristian
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Beitrag von Kristian »

Also ich stehe auch Ensats. Wenn die vernünftig gesetzt werden halten die auch noch, wenn der Kopfdeckel 20x herunter genommen wurde.

Das kann man von den Helicoils nicht behaupten. Die habe ich schon zu oft als auseinandergenudelte Spirale herausgezogen, mit Alu-Spänen des dann nicht mehr vorhandenen Gewindes im Gehäuse oder Kopf...

Helicoils baue ich nur dann ein, wenn wenig Fleisch vorhanden ist und nicht viel zu halten ist (z.B. für die Seitendeckel). Und wenn ich denke da so schnell nicht wieder heran zu müssen...

Wie Hans schon sagte, bau ich die Ensats auch nur in ein vorgeschnittenes Gewinde ein: Mit einem 3-teiligen Gewindebohrersatz, nur den ersten und zweiten Bohrer. Den dritten nicht, dann geht die Buchse mit mäßiger Kraft rein, sitzt fest und ich muss keine Angst haben daß mir die Umgebung reisst wie es der Fall sein könnte wenn ich die Buchse als "Gewaltschneider" reinquäle. :?

Wenn ich auf Nr. Sicher gehen möchte, versenke ich die Buchse 0,5mm und mache 3-4 leichte Körnerpunkte am Gehäuserand als zusätzliche Ausdrehsicherung. :)
Bub, bub, bub...
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hiha
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Beitrag von hiha »

Kristian hat geschrieben: Das kann man von den Helicoils nicht behaupten. Die habe ich schon zu oft als auseinandergenudelte Spirale herausgezogen, mit Alu-Spänen des dann nicht mehr vorhandenen Gewindes im Gehäuse oder Kopf...
Sind sie zu weich, bist Du zu grob. :D
Allerdings sollte man die (standard-)VA-Coils in Verbindung mit VA-Schrauben nur mit einer Fressverhinderungspaste verwenden. Ausserdem verringert sich bei Coils die Gewindereibung erheblich (um bis zu 90%!), was dazu führt, dass die vorgeschriebenen Schraubenanzugsmomente zu wesentlich höherer Zugspannung führen. Die Folge ist, dass man die Coils damit rauszieht. Nicht so fest zuschrauben bedeutet dann also nicht, dass die Schraubverbindung zu locker ist.

Gruß
Hans
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Kristian
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Beitrag von Kristian »

Du kennst das doch, bevor wir die Teile in die Hände bekomme sind sie schon von so manchen Grobmotorikern bearbeitet worden...
Da können die Ensats halt deutlich mehr ab.
Bub, bub, bub...
PeterB
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Beitrag von PeterB »

Also dient die Empfehlung zum unbedingten Gebrauch eines Drehmomentschlüssels in Wahrheit dazu aus armen kleinen Schrauberlein "Grobmotoriker" zu machen :?:

beste grüße
peterb
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der Geier
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Beitrag von der Geier »

Mahlzeit!

Würth Timesert! Helicoil ist was für Heimwerker und Ensat was für Grobmaschinenbauer... :D

Greetz, der Geier, die XL zählt aber zu den Kfz 8)
Als Gott Chuck Norris erschaffen hatte, fragte er die ihn: "Willst du ein Schwabe sein?"
Chuck Norris erwiderte: "Wäre ich gerne, doch ich bin nicht hart genug!"

http://www.bikerunion.de
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