Oh ha, nu hab ich aber einen Stein ins Rollen gebracht

!
Ich glaub ganz so einfach, wie ich eben gedacht hab, ist die Sache hier nicht. Das Problem ist ja, das die Berührfläche theoretisch 0 ist, da wir ja bildlich gesprochen nur einen kleinen Zylinder in eine große Bohrung stecken (wobei groß und klein relativ zu nehmen sind

).
Wenn ich das grad alles richtig nachgelesen hab benutzt man deshalb die Hertz'sche Pressung um etwas über die Werkstoffbelastung auszusagen. Bei der Berechnung der dieser Hertz'schen Pressung spielt dann auch die Berührlänge (also die Länge des Lagers) eine Rolle: Umso länger das Lager, umso geringer die Hertz'sche Pressung und damit auch der Verschleiß an dieser Stelle (die maximale Hertz'sche Pressung liegt in der Mitte des Lagers vor). Das Problem bei einem langen Lager ist dann aber auch widerum die schlechte Wärmeabfuhr und die damit verbundene Viskositätsabnahme des Öls (wird ja wärmer...). Außerdem hat auch noch das Lagerspiel einen Einfluss auf die maximale Belastung und das darüber haben wir ja keinerlei Angaben, oder hast du da was nachgemessen Hein?
Ich glaub das grundsätzliche Problem ist, dass wir die herrlich einfache Formel Fr=F*µ hier vergessen können, weil die Normalkraft nicht gleichmäßig verteilt ist (Hertz'sche Pressung) und µ wohl auch nicht über die Lagerlänge konstant (unterschiedliche Viskositäten des Öls, etc)...
So, ich hoffe mal, dass ich da grad nicht einen alt zu großen Unsinn geschrieben hab

Was meinen die Experten dazu, die sowas schonmal in die Praxis umgesetzt haben und nicht nur 10 Seiten in einem Lehrbuch durchgelesen haben, wie ich es eben getan habe
Gruß Domo